Heute 1. Mai ist es soweit und die letzten Vorbereitungen für morgen sind getroffen. An dieser Stelle ist zu sagen: ICH BIN SCHON ETWAS NERVÖS !!! Was wird wohl auf mich zukommen ? Tja, ich weiss es nicht. Dies ist wohl auch gut so, denn sonst würde ich mir eventuell noch mehr Gedanken darüber machen. Also die letzten 3 Wochen, seit ich vom Kosovo zurückgekehrt bin, sind wie im Flug verstrichen. Ich hatte mir wohl auch etwas zu viel vorgenommen für diese Zeit. Es gab vieles zu erledigen, Krankenkasse, Versicherungen, Militär und natürlich die Vorbereitung für die grosse Reise. Wichtig war mir natürlich auch meine Freunde und Kollegen in der Schweiz noch einmal zu sehen und über das eine oder andere zu diskutieren. An dieser Stelle möchte ich mich noch bei denjenigen entschuldigen die ich nicht mehr sehen konnte.


 

Wie gesagt, morgen ist es soweit und die Koffer stehen bereit. Wir fliegen am Nachmittag von Zürich nach Dubai. Dort haben wir für 3 Nächte ein Hotel gebucht und werden Dubai erkunden. Von Dubai geht es dann im Direktflug nach Sydney wo wir am 6. Mai morgens ankommen. Claudia bestand darauf, dass auch in Sydney ein Hotel vorreserviert wird. Nach langem suchen haben wir uns auf das Best Western geeinigt welches wir für 2 Nächte reserviert haben. Im Gegenzug zur Hotelreservation habe ich dann auf den Mietwagen aufmerksam gemacht welchen ich natürlich vom ersten Tag an möchte. Ich ohne fahrbaren Untersatz.... eben deshalb vom ersten Tag an. Die Entscheidung viel dann auf einen kleinen günstigen Toyota Echo für 14 Tage. In dieser Zeit sollte es möglich sein um in NSW (New South Wales) einen passenden Geländewagen zu finden. Im Internet begab ich mich schon mal auf die Pirsch. Eigentlich würde ich am liebsten einen Toyota Landcruiser kaufen. Jupiiiii ich darf endlich wiedereinmal ein neues Auto kaufen !!!


 
So, das ist mein letzter Eintrag aus der Schweiz. Der nächste wird dann von Sydney sein. Das heisst in der Nähe von Sydney. Ach ja, das wollte ich ja noch schreiben. Am 8. Mai werden wir von Sydney südlich Richtung Wolonggong fahren. Dort sind nämlich Bekannte von mir welche wir besuchen. Eventuell werden wir dann circa 2 Wochen bei ihnen wohnen und von dort die Suche nach Equipment und Untersatz starten.



2. Mai Abfahrt
 

Nun stehen wir mit gepackten Taschen am Flughafen am Check – In der Emirates in Zürich. Claudias Tasche hat doch tatsächlich ein Gewicht von 27,4 kg. Einen Rucksack müssen wir noch einchecken da wir zuviel Handgepäck dabei haben. Meine Notebooktasche hat ein Gewicht von 11kg. Nun kanns losgehen. Zu Claudias bedauern bleibt keine Zeit für Duty Free Shopping, denn wir können direkt ins Flugzeug steigen. Der Flug war bis auf ein grösseres Luftloch sehr ruhig verlaufen. Hier ist zu sagen, dass ich mir fasst in die Hosen gemacht habe. Jedenfalls war ich danach wieder mit meinem Spielzeug beschäftigt, dem Multimedia Tool in meiner Front. Das war echt der Hammer ! Man kann fast alles damit machen. Mail, SMS, Telefon, Audio und natürlich Movies. Hab mir natürlich gleich drei Filme angeschaut. Nach knapp 6 Stunden Flug sind wir dann um Mitternacht in Dubai heil angekommen. Die angenehme Temperatur von 32C war dann für Claudia doch etwas zuviel und sie war als wir froh, dass wir mit einem klimatisierten Shuttle zum Hotel Ascot gefahren wurden.


 
3. Mai Dubai
 
Heute steht Dubai im Mittelpunkt. Nach dem Frühstück führt uns der Hoteleigene Shuttle zum Jumeirah Beach wo wir der Hitze in kühle mehr entfliehen. Zuerst verweilten wir noch ein wenig am Strand und machten uns dann auf den Weg zu der Shopping Meile an der Sheikh Zayed Road. Als wir dann feststellten, dass die Distanzen in Dubai doch etwas grösser sind als angenommen, winkten wir einem Taxi welches uns zur Mall of the Emirates bringen sollte. Dort angekommen gab es dann für Claudia nur ein Ziel. CINNABON ! Eine American Bakery deren Spezialität Cinneman Rolles sind. Welche Claudias Aussage zufolge die Besten der Welt oder sogar vom ganzen Universum sein sollen. Mit dem Taxi ging es zum Jumeirah Beach Park, wo wir dann die Abendsonne noch geniessen konnten. 


4. Mai Dubai
 
Nach einem ausgezeichneten Frühstück organisierten wir für den Nachmittag eine Safari Tour. Da uns aber noch etwas Zeit übrig blieb, wollte Claudia unbedingt den bekannten Gewürzmarkt betrachten. Also, gesagt getan und es ging per Taxi zum Spice Souk. Wie es schien wusste der Taxifahrer nicht genau wo dieser ist und hat uns einfach kurzerhand in der Altstadt abgeladen. Nach langem Suchen wurden wir dann auch fündig. Wie ich herausfand, stammen alle Gewürze aus dem nahegelegenen Iran. Weil die brütende Hitze für Claudia unerträglich wurde, gings dann per Holzkahn über den Fluss zurück, wo wir nach langem suchen ein Taxi fanden. Am späteren Nachmittag wurden wir durch unseren Fahrer abgeholt und es ging Richtung Desert. Zuerst mussten wir aber noch unsere Mitfahrer suchen, vier amüsante Philippinen. Tja.... schon nach der ersten grossen Sanddüne war für mich klar, dass sich die 50 SFr. gelohnt haben. Einfach coooooool ! Im Anschluss an die Dünenpassage gabs dann ein BBQ, begleitet von einer Bauchtänzerin. Gegen 21 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück, wobei die Fahrt leichte Verzögerung hatte, weil uns unterwegs das Kühlwasser ausging und der Motor überhitzte ;-)
 


5. – 6. Mai Flug Dubai – Sydney
 
Der Flug dauerte 14 h !!! Sind jetzt im Hotel und haben bereits 4 h geschlafen obwohl es erst Nachmittag ist. Ich fühle mich etwas krank, wahrscheinlich Fieber vom ewigen heiss wieder in die klimatisierten Räume. Na ja, habe mich jetzt mit Medis vollgepumpt und hoffe das der morgige Tag dann einigermassen erträglich wird. Wir möchten nämlich ins Sydney Aquarium. Am Abend gings dann noch zur Harbor Site wo wir noch einen kleinen Imbiss verzerrten und die Skyline von Sydney begutachteten. That’s it. Ach ja, wir haben den Mietwagen abgeholt, also der Echo entspricht tatsächlich unserem Yaris. Eine Prepaid SIM Karte für mein Mobile gabs dann im Optus Shop auch noch für 30 SFr. 


7. Mai Sydney
 

Nachdem wir schon früh morgens nicht mehr schlafen konnten (Jetlag), machten wir uns auf den Weg. Zuerst gings aber zum Cafe Shop ganz in der nähe unseres Hotels. Hier möchte ich noch sagen, dass wir mit dem Hotel sehr zufrieden sind. Mega grosser Raum mit Kochnische und einem riesigen Bad. Genau das richtige nach so einer anstrengenden Reise. Nach dem Frühstück führte der Weg durch den Hyde Park runter zur Sydney Opera, wo wir das legendäre Bauwerk bewunderten. Weiter gings entlang des Hafens Richtung Aquarium. Überall sind viele Touristen Attraktionen und Tours zu sehen (Jet Boating, Schiff Rundfahrten). Generell ist zu sagen, dass Sydney nur so überquillt von Touris. Auch sehr viel Junge Leute sind zu sehen. Wahrscheinlich sind viele davon in einer English School..... jedenfalls steigen am Abend überall Partys. Beim Aquarium angekommen gabs dann noch einen kleinen Imbiss bevor wir uns auf die Suche nach Nemo und seinen Freunden machten. Die Hai Show war wirklich interessant, für jemanden wie mich, der schon im Sea World in San Diego und Orlando war, war es dann aber schon etwas enttäuschend und stand in keinem Verhältnis. Ein schönes, sehr grosses Aquarium halt. Anschliessend schlenderten wir Richtung Darling Harbour, wo wir am Vorabend ein Steak House gesehen hatten. Zur Feier des Tages gab es dann ein feines Rinds Filet mit King Prawns. Mmmh, lecker. Da es mir immer noch nicht so gut ging und die Sonne mir kräftig zugesetzt hatte, machten wir uns auf den Weg in Richtung Hotel.
                                                                                                        
8. Mai Sydney – Unanderra
 
Die letzte Nacht im Hotel war kurz. Nach dem Auschecken machten wir uns auf die Suche nach der Citibank wo unsere ATM Karten, und natürlich unser Geld deponiert ist. Zum Glück mussten wir nicht lange suchen. Seltsamerweise mussten wir die Karten aber nicht bei der Citibank abholen sondern bei der AIFS, einer Student Organisation. Wie wir auf Nachfragen herausfanden, gibt es bei der Citibank in Sydney keine Bankschalter, weshalb die AIFS als Agent das übernimmt.  Tja, jedenfalls lagen unsere Karten bereits bereit. Ahnschliessend machten wir uns auf die Suche nach einem kleinen Geschenk für John und Margaret. Glücklicherweise wurden wir auch bald fündig, denn ich wollte doch unbedingt noch den Kings Cross Car Market besuchen. Leider fanden wir diesen auch nach längerem Rumkurven nicht und wir machten uns auf den Weg nach Unanderra bei Wollongong. Nach etwas mehr als einer Stunde sind wir am Ziel angekommen, welches für die nächsten paar Nächte unser zu Hause sein sollte. John und Margaret sind wirklich cool und haben uns herzlich empfangen. Zum Welcome Dinner gabs Spaghetti Bolognaise à la Aussie style... yummie.


9. Mai Unanderra
 

Heute machen wir uns auf die Suche nach einem Toyota Landcruiser, welcher uns die nächsten Monate begleiten soll. John hat für uns schon ein paar Autos ausfindig gemacht und möchte uns diese nun zeigen... schon der erste sieht ziemlich vielversprechend aus. Aber wir möchten natürlich einige verschiedene Autos sehen, bevor wir uns für das für uns passendste entscheiden werden und so geht die Suche erst mal weiter und es werden noch einige Telefonate und Suchabfragen im Internet nötig sein...


Zwischen den Autobesichtigungen, fährt John mit uns zum Mt. Keira Aussichtspunkt, welcher eine grandiose Aussicht über Wollongong, die Küste und auch die riesigen umliegenden Wälder bietet. Das Wetter meint es auch gut mit uns, es ist zwar windig, aber der Himmel strahlt blau und es ist kein Wölckchen in Sicht – herrlich! Zurück zuhause wird dann weiter über die möglichen Autos gefachsimpelt und kurz darauf, macht sich John ans Barbie. Nein, nicht Barbie von Barbie & Ken ;-) Barbie ist hier die Bezeichnung für Barbeque, sprich den Grill. Mittlerweilen sind wir ziemlich hungrig geworden und freuen uns auf das BBQ Dinner mit Scotch Steaks die vorzüglich schmeckten. Als Beilage gabs Veggies... very healthy

10. Mai Unanderra
 

Nach dem üblichen Frühstück bei John und Margareth gehts wieder los. Nachdem wir am Abend noch im Internet nach weiteren Landcurisers suchten und auch noch 3 weitere interessante Angebote gefunden haben, machen wir uns auf den Weg. Wir wollen den einen, ein schon etwas älteres 60serie Modell näher betrachten. John fährt uns auf dem direkten Weg dorthin, sind ja nur 1.5h. Nach näherem betrachten viel mir sofort auf, dass das Reduktionsgetriebe nicht zuschaltbar ist. Irgend etwas schien zu klemmen. Wir entschliessen uns trotzdem für eine Probefahrt. Claudia ist nicht so überzeugt, da es sich um ein schon etwas älteres Modell handelt. Das Preis Leistungs Verhältnis wäre zwar nicht schlecht. Jedenfalls geht’s weiter zu Johns Freund der ein Geschäft hat und da GPS und andere nette kleine Extras hat. Da finden wir auch das für uns geeignete GPS und das UHF Funkgerät, welches wir für unseren Trip brauchen. Nach einem weiteren langen und anstrengenden Tag auf der Suche nach dem geeigneten Gefährt, kommen wir erschöpft wieder zuhause an. Wir essen noch zu Abend und machen einige Telefonate wegen des Wagens. Danach machen wir uns auf den Weg zu Woolworth zum Shopping. Damit endet der Tag dann auch und wir gehen zu Bett...


11. Mai Unanderra
 
Neuer Tag – neues Glück mit dem Auto. Wir werden sehen... der Tag beginnt erneut mit Telefonaten wegen des Autos und mit der Bank wegen des Geldes, welches wir für den Kauf benötigen. Dabei müssen wir leider feststellen, dass wir nicht so ohne weiteres Fr. 15000.00 am Schalter beziehen können, da die Citibank landesweit gar keine Bankschalter hat. Also gibt es die Möglichkeit a) einen Bankscheck zu bestellen oder b) wir könnten das Geld auf das Bankkonto des Verkäufers überweisen. Die Diskussion über weitere Möglichkeiten beginnt... Leider können wir das Auto, welches uns am meisten interessiert erst am Samstag besichtigen. Die Geduldsprobe für Stephan beginnt. Wir entscheiden uns, dass wir in das nahe gelegene Wollongong fahren um zu sehen was die Shops für unseren Trip bereithalten. Es gibt viel und ich kann mich fast nicht zurückhalten. Jedenfalls muss ich mich noch gedulden, denn ich möchte zuerst am Kings Cross sehen, was die rückkehrenden Traveler anbieten. Am Abend kochen wir für John und Margareth. Es gibt Schweins Filet vom Grill und Kartoffelgrattin.

12. Mai Unanderra
 

Heute steht ein Ausflug nach Sydney auf dem Plan. Ziel ist der Kings Cross Car Market, wo wir nach Camping Equipment Ausschau halten wollen. Nachdem wir verschiedene Leute nach dem Car Market gefragt und ebenso viele verschiedene Antworten erhalten haben, sind wir endlich fündig geworden. Der Car Market befindet sich in einem Parkhaus an der Ward Street. Leider müssen wir jedoch enttäuscht feststellen, dass da nur wirklich alte heruntergekommene Autos und Vans angeboten werden. Camping Equipment wird auch nicht verkauft, da alle uns sagen „Sorry, we only sell the equipment together with the car/van“. Bei näherem hinschauen ins innere stehen einem die Haare zu Berge, bei dem Gedanken, dass wir da drin schlafen sollten... Flöhe und Läuse inbegriffen...brrrr. Nun gut, es war ein Versuch wert. So machen wir uns auf den Weg zurück nach Unanderra, wo wir noch kurz beim Camping Laden vorbeifahren, um nach weiteren Sachen zu schauen, welche wir noch benötigen.


Abends führen uns John und Margret aus in den German Club, wo wir auf – welche Überraschung – Deutsche stossen. Der Club ist mehr Deutsch als es das Münchner Hofbräuhaus je sein könnte. Da gibt es deutschen Food, Musik und ein Haufen älterer Leute, die das Tanzbein schwingen. Wir haben uns jedenfalls prächtig amüsiert. Und so lassen wir den Tag ausklingen...

13. Mai Unanderra
 

Ein neuer Tag beginnt und da Stephan schon sehr früh wach ist, checkt er schon mal die Autoinserate im Internet. Da wir mit der Suche nach einem Toyota Landcruiser noch nicht gerade viel Glück hatten etwas preisgünstiges zu finden, halten wir nun auch nach Nissan Patrols Ausschau, welcher unsere zweite Wahl ist. Und siehe da, wir werden fündig. Ein schwarzgrauer Nissan Patrol, Diesel, 4.2l ist da seit heute ausgeschrieben... Jahrgang ... mit 280’000km für $ 8'250. John ruft den Typen – Paul – gleich an und wir vereinbaren, dass wir das Auto in einer halben Stunde besichtigen kommen und fahren gleich los... Bei Paul angekommen, nehmen die Masters of Cars den Wagen genau unter die Lupe. John bat seinen Freund George, sich den Wagen ebenfalls anschauen zu kommen, um Auskunft geben zu können, in welcher Verfassung der Motor etc sei. Wir gehen auf eine Probefahrt und George versichert uns, dass das Auto in gutem Zustand ist und die Bedingungen für unser Vorhaben erfüllt. Stephan ist sich jedoch noch nicht ganz sicher und braucht noch etwas Bedenkzeit. Lady Claudia hingegen gefällt der Nissan sehr gut und findet, dass Preis-Leistung ideal seien. Wir verbleiben mit Paul, dass wir uns bei ihm melden und fahren nach Shellharbour, um einen Kaffe zu trinken und über das Auto zu diskutieren. George, John und auch Johns Sohn Michael sind einstimmig der Meinung, dass der Wagen für den Preis ideal sei für unsere Reise. Kurze Zeit später stimmt dem auch Stephan zu. Er freut sich schon aufs dealen, denn mehr als $ 7'500 will er auf keinen Fall bezahlen. So ruft John Paul  an um ihm zu sagen, dass wir sehr interessiert sind und auf wie viel er bereit sei, runterzugehen mit dem Preis. Wir fangen bei gerade mal $ 7000 an und einigen uns schliesslich auf $ 7500 cash – PERFECT! Jetzt müssen wir nur noch die 7'500 zusammenbringen, da die Bankomate hier gerade mal $ 1000 pro Tag ausspucken. Zum Glück haben wir noch 1'500 Bargeld und etwa 5 verschiedene Bankkonten mit Karten, so dass wir von jeder $ 1000 beziehen können. John leiht uns auch noch $ 1000 und off we go to buy the car. Der Verkauf ist schnell abgewickelt und so sind wir ab sofort stolze Besitzer eines Reisebegleiters auf 4 Rädern für die nächsten Monate.... jupiiiieeeeee. Nun müssen wir nur noch die Versicherung fürs  Auto abschliessen, was wir telefonisch erledigen können, und die Registrierung auf Stephan überschreiben zu lassen.
Stephan kanns kaum erwarten, all das Equipment welches wir benötigen kaufen zu können und kaum sind wir wieder zuhause, beginnt er schon mit dem Ausbauen der Rückbank, damit wir eine grosse Fläche für unsere Ausrüstung haben. Währenddessen macht John auf dem Barbie Hamburgers à la John o’Brien.... yummiieeeeeee! So sind wir nun vollgefressen, müde und glücklich darüber endlich unser Auto gefunden zu haben.


PS .... I just fucked up my Maestro PIN.... bloody heeeeeellllllllll. So en scheissssss

14. Mai Unanderra
 
Heute ist Muttertag und es werden so einige Gäste erwartet. Gegen 11Uhr treffen Margarets Schwester, Diane und ihr Mann Alan ein. Diane hatte am 11. Mai Geburtstag und so wird dieser heute auch noch nachgefeiert. Später kommen noch Michael dazu (John und Margerets Sohn) sowie Paul (der Sohn von Alan and Diane) mit seiner Frau Louise und ihrer Tochter Emily. Kim (John und Margarets Tochter) ist schon am Samstag Abend von Sydney angereist und hat auf heute hier übernachtet. Es ist nun sozusagen Full House und John schmeisst den Grill an, worin er ein riesiges Stück Rindfleisch zubereitet. Während die Jungs sich über Autos unterhalten und unseren neuen Wegbegleiter bestaunen und fachsimpeln, nehmen sich die Frauen der Küchenarbeit an... Ist ja mal wieder typisch! Es werden Saucen fürs Fleisch, Bruschetta als Apéro, Bratkartoffeln und Salate vorbereitet. Kurze Zeit später sitzen alle an einem Tisch versammelt und machen sich hungrig über das Festessen her... yummiiiieeeee. John hatte am Morgen noch einen Geburtstagskuchen für Diane besorgt und bei einer Tasse Kaffee wird auch dieser genüsslich vertilgt... oopooopss... das waren dann noch mal eine Million Kalorien. Oh well, who cares...
Am Abend gehen wir noch mit Michael und seiner Freundin Nicole zu ihrem Haus, da dieser uns noch seine Stichsäge sowie weiteres Werkzeug ausleihen will. Da angekommen verziehen sich die Jungs in die Garage und Nicole und ich unterhalten uns drinnen. Später gesellen sich Mick und Stephan auch dazu und ehe wir uns versehen ist es schon beinahe 23h und da wir ziemlich müde sind, machen wir uns auf den Heimweg. And off we go to bed and fall asleep...

15. Mai Unanderra
 

Am Morgen gehen Stephan und John zur Motor Registry ... um die Registrierung unseres Nissans auf Stephan übertragen zu lassen. Kurz vor Mittag sind die beiden schon wieder zurück und konnten bereits alles regeln. Danach macht John –wieder einmal- einige Telefonate für uns wegen der Versicherung, die wir abschliessen fürs Auto. Und schwupp, ist auch das geregelt und wir haben nun ein Auto mit gültiger Registrierung und eine Versicherung. Nach dem Lunch fahren wir mit dem Toyota und dem Nissan los Richtung Sydney Airport, wo wir unseren kleinen Toyota Echo zur Mietwagenfirma zurückbringen. Da klappt auch alles wie am Schnürchen und so sind wir schon bald wieder auf dem Weg zurück nach Unanderra. Auf dem Rückweg geraten wir noch zweimal in einen kurzen Stau, da es auf diesem Highway gleich zwei Unfälle gab. Kurz vor 5 sind wir aber wieder zurück und während ich im Woolworth für das Abendessen einkaufen gehe, fährt Stephan weiter zum Autozubehör Laden, um unseren CD Player fürs Auto zu kaufen. Später holt er mich wieder ab und wir kehren zurück zu John und Margaret, wo wir auch gleich mit Abendessen kochen anfangen. Heute besteht das Menü aus Partyfilet mit Kartoffelstock und Rotweinsauce... lecker!
 
16. Mai Unanderra
 
Das heutige Tagesprogramm besteht darin Holz einkaufen zu gehen damit wir für unser Auto eine gerade Liegefläche zusammenbauen können. Stephan hat sämtliche Rücksitze schon am Sonntag ausgebaut und so fangen wir dann auch gleich mit dem Vermessen der Fläche an. Danach geht’s zum Schreiner, wo wir uns das benötigte Holz zuschneiden lassen... Nachdem wir dem Schreiner kurz erklären, wofür wir das Holz brauchen und ihm die Masse gegeben haben, macht sich dieser auch schon ans zuschneiden. 15 Minuten später ist unsere Ware auch schon bereit und wir laden alles ins Auto. Nun geht’s nach Hause, wo Stephan sogleich mit dem einzeichnen der auszuschneidenden Teile beginnt – Michaels Stichsäge kommt nun zum Einsatz. Profimässig zeichnet er alles sauber ein, sägt die Teile für die Aussparung aus und verbaut das ganze im inneren des Autos zu einem stabilen Rost. Gerade mal in 4 Stunden ist das Werk vollbracht und ich bin beeindruckt! Am Abend baut Stephan dann noch denn CD-Player ein und wir gehen müde ins Bett.

17. Mai Unanderra
 
Heute heisst es für Stephan früh aufstehen, das heisst um 06.15h, da er mit John zu

Ian hochfährt, der eine Garage hat. Von Ian haben wir unser GPS und das UHF Funkgerät, welche nun noch eingebaut werden müssen. Ebenso eine zweite Batterie und noch einige andere Arbeiten. Das heisst für mich, dass ich a) ausschlafen kann und b) einen freien Tag habe und mich beim Shopping mit Margaret entspannen kann... juhuuiiiii. So gehen wir denn nach Wollongong in ein Shopping Center und ich kann mich ziemlich gut beherrschen, das heisst ich kaufe nur 3 Bücher und 1 Jäckchen... gut hä?! Danach gehen wir an den Ozean und essen in einem herzigen kleinen Restaurant „Diggy“ zu Mittag... yummie. Lunch am Strand mit herrlichem Ausblick, wer kann da schon meckern? Da einkaufen so müde macht, sind wir gegen 15.00 auch schon wieder zu Hause, wo von John und Stephan aber noch jede Spur fehlt. Kurz darauf ruft John an, um anzukündigen, dass sie frühestens in 2 Stunden zurück sein werden, da sie Verzögerung haben. Gut, wir Girls können uns auch so beschäftigen... Margaret vor dem TV und ich mit meinem Buch. Ein richtig friedlicher Tag.

Tja.... was soll ich da sagen.... so friedlich war mein Tag nicht. Bei Ian angekommen machten wir uns sofort an die Arbeit. Die Spare Box für die Batterie fand zu wenig Platz und deshalb mussten die Schläuche der Klimaanlage weichen. Schade nur das die Klimaanlage noch mit dem alten Gas arbeitete, was für uns zusätzliche Arbeiten und ein Neubefüllen der Anlage hiess. Ich überliess diese Arbeiten den Profis und machte mich an den Einbau des UHF Funks, verkabeln der 12V Anlage und dem Einbau des GPS. Um 17:00 hatten wir alle Probleme die aufgetreten sind behoben und ich war nach diesen 8h Arbeiten doch recht K.O. Blooody Heeellll, ich bin es nicht mehr gewohnt. Nach der Ankunft in Unanderra machte ich mich schon bald wieder auf den Weg. Heute ist Boxkampf und John, Mick, George .... und ich, schauen bei Mick TV. OK... ich sitze hier am PC und Lade meine Page mit Pics. Morgen geht’s zu George, Oil Wechsel und andere Mech. Arbeiten. Am Freitag gibt’s dann noch 4 neue Off Road Tyres welche mich auch noch 1000 Bucks kosten.

18. Mai Unanderra
 
Heute gings zu George. Wir machen uns schon früh Morgens an die Arbeit und beginnen mit Oil Wechsel an Motor, Getriebe und Differential. Die Luftfilter, Dieselfilter und Oilfilter werden ausgetauscht. Wir bemerken, dass der Kühler leckt und entschliessen uns diesen reparieren zu lassen. Kostenpunkt circa 400.- Good Dam ! Ein neuer würde sogar etwa 500.- kosten, unglaublich. Trotzdem wird es wohl nötig sein, da es in der Wüste doch ziemlich heiss werde könnte. Da der Kühler erst morgen geliefert wird, lasse ich meinen Patrol über Nacht bei George und John kommt mich abholen. Am Abend gönne ich mir etwas Ruhe und mache mir Gedanken über weiteres Equipment welches wir noch benötigen. George leiht mir seinen Hi-Lift-Jack ! Coooool, schon wieder gespart.


19. Mai Unanderra
 
Heute gehen wir zum Lunch in ein Seafood Restaurant direkt am Ozean... sooo cool! Und für klein Claudia gibt’s genügend andere leckere Sachen auf der Speisekarte, da sie sich immer noch standhaft weigert, Meeresfrüchte zu essen... Pfui deivel J So bestellt Stephan mit John zusammen eine Seafood Platter für 2 Personen und mir wird schon vom hinschauen übel... komischerweise scheinen es die beide zu geniessen, da sie sich voller Freude über die Krabbelviecher und Muscheln hermachen...mhhhh. Die Aussicht aufs Meer ist herrlich, aber leider müssen wir schon bald weiter, da wir um 15.30 den Wagen bei George abholen und dann ins Pneuhaus fahren, um die neuen Pneus montieren zu lassen. Das ganze dauert nicht sehr lange und so sind wir um 16.30 schon wieder auf dem Heimweg... bzw. machen noch einen kleinen Abstecher in den Autoshop, da Stephan noch mindestens 100'000 Sachen braucht... Jeder der mich kennt, weiss ja, dass ich Autos und alles drumherum cool finde, aber nachdem sich jetzt fast zwei Wochen lang alles ums Auto gedreht hat, kann ich schon beinahe keine Autoshops mehr sehen, geschweige denn Autos, Zubehör usw... ächz...stöhn. Ich freue mich nun wirklich darauf, bis wir endlich alles zusammen haben und uns auf die Reise machen können... jupppieeee.

Ah, Stephan hat im Autoshop (wo auch sonst..... ufff) günstige Lautsprecher gefunden, die er natürlich heute Abend noch einbauen will... es bleibt zu erwähnen, dass es mittlerweilen 19.00 und stockdunkel ist. Oh well... Währenddessen mache ich mich an die Kostenabrechnung und den Reisebericht.

 
20. Mai Unanderra
 
Am Morgen kam George, er fand noch Spannriemen und sonst noch hilfreiche Campingtools, die wir natürlich gerne ausborgen von ihm. Nach grösseren Verzögerungen gings dann endlich los. Kurz bevor wir losfahren rufen wir noch bei einem Gefrier/Kühlschrank Verkäufer an, der ein Inserat in der Zeitung für einen Engel Fridge für 550.- geschalten hat. Als ich dann das Ding betrachte, sie sagen uns er sei erst 3 Jahre alt, finde ich überhaupt nicht, dass er aussieht wie 3 Jahre..... eher wie 6. Trotzdem entscheide ich mich den zu kaufen, denn ein neuer kostet 950.-. Mein Gebot von 350.- hat Claudia glatt umgehauen. Nach kurzem hin und her bekommen ich das Ding für 400.-, was auch mein Ziel war. Danach geht’s ab zum Camping Shop wo ich noch eine Matratze und ein Gas Schlauch für unseren Kocher von George kaufe. Am Abend kochen wir für John, denn Margaret ist übers Weekend in Syndey.

 
21. Mai Unanderra
 
Am späteren Morgen machen wir uns auf den Weg um noch weiteres Camping Equipment zu kaufen. Wir kaufen Grill Zubehör und Kunststoffboxen um unsere 1000 Sachen sicher zu verstauen. Ich finde auch eine 12V Air Pump um die Pneus wieder aufzupumpen. Am Abend gibt’s BBQ und danach schauen wir noch etwas TV, easy.

 
22. Mai Unanderra
 
Heute haben wir einen Termin in einer Garage, die Scheiben tönt. Als wir da ankommen, sind wir jedoch etwas erstaunt. Das australische Gesetz erlaubt es nicht, die Scheiben wirklich stark zu verdunkeln. Wir fragen, was denn das maximum ist und er zeigt auf ein Auto, dessen Scheiben kaum getönt sind. Jedenfalls so, dass man immer noch gut reinsieht und das hilft uns wenig. Er erzählt uns, dass wenn man die Scheiben dunkler hat als vom Gesetz erlaubt, dass einem die Polizei anhalten kann, einen Sticker auf Auto machen kann und man nicht mehr befugt ist, mit dem Auto zu fahren. Soviel zum Thema, hey  in Australia ist alles easy going... So düsen wir da ohne getönte Scheiben wieder ab und überlegen uns mögliche Alternativen. Vorhänge müssten erst noch genäht werden... nicht so toll. Schlussendlich entscheiden wir uns für die spartanische und günstige Methode von Sonnenblenden, die wir zurechtschneiden und zum Schlafen mit Klettverschlüssen an die Fenster machen. Es geht nichts über ein wenig Kreativität... hat ja niemand gesagt, es soll schön aussehen... hihi.

Abends gehen wir dann ins Kino „Da Vinci Code“ schauen... ich habe ja das Buch gelesen und fand es genial und den Film fand ich cool, kommt aber natürlich nie ans Buch heran. Stephan kannte die Geschichte jedoch noch nicht und fand den Film super!

 
23. Mai Unanderra
 
Am Morgen mache ich den Patrol bereit. Das heisst, ich kaufe zuerst noch eine weitere Plache um den Grill, Tisch, Stühle und die Handwinde sicher auf dem Dachträger zu verstauen. Da es heute wirklich kalt ist und im TV eine Doku von den Simpson Dessert kam und diese in der Nacht ca. 1 C hatten, entscheide ich mich noch einen Gas-Heizstrahler zu kaufen. Alle kleineren Sachen verpacke ich in Kunststoffboxen. Claudia nimmt sich der Wäsche an und somit sind wir um 14 Uhr ready, um noch einmal ins Shoppingcenter zu fahren. Wir möchten noch ein kleines Dankeschön Geschenk für John und Margaret kaufen, denn ohne sie wäre vieles nicht möglich gewesen. Als ich die Riesencrevetten am Seafood Stand sehe, kann ich nicht wiederstehen und kaufe für mich und John ein paar. Diese will ich am Abend zusammen mit einem Rindsfilet auf dem BBQ zubereiten. MMMhhh, es war soooooo lecker. Am Abend treffen wir noch die letzten Vorbereitungen und geniessen den letzten Abend in Unanderra mit Margaret und John.

Morgen geht’s los ! Bin ja gespannt und freue mich schon auf dieses grosse Abenteuer. Die nächsten paar Tage werden wir gemütlich nach Brisbane fahren. Dort in der Nähe weilen zur Zeit 2 Militär Kollegen von mir, welche ich noch besuchen möchte. Ok, Mate.... 

24. Mai Unanderra – Nelson Bay 327km effektive Fahrzeit 3h 53min

Heute fahren wir bei John und Margaret ab. Der Abschied fällt mir ziemlich schwer, denn irgendwie fühle ich mich wie zu Hause bei meiner Familie. Bevor wir uns dann auf den Weg Richtung Norden machen, besichtigen wir noch den grössten Budda Tempel der Südlichen Hemisphäre in Wollongong. Am Abend gehen wir in Nelson Bay (nähe New Castle) dann noch ins Kino, MI3 mit T.Cruise, schauen.

25. Mai Nelson Bay – Port Macquire 303km effektive Fahrzeit 4h 19min

Heute fahren wir in Nelson Bay ab Richtung Port Macquire. Auf dem Weg dahin sieht Stephan ein Schild auf dem steht „Beach – Access for 4WD only“. Natürlich muss er gleich da hineinfahren um den Nissan auf seine Strandtauglichkeit zu testen. Nach 5 Minuten ist der Spass jedoch schon vorbei, da Mr Super Experienced Driver nicht gemerkt hat, dass er sich im Sand festgefahren hat... hmmmm. Wir steigen aus und stellen fest, dass das Auto bis zum Unterboden im Sand feststeckt. Obwohl Stephan bereits Luft aus den Pneus gelassen hat, stehen wir im tiefen Sand. Zu allem Überfluss ist die Flut im Anmarsch und wir befinden uns gerade mal ein paar Meter vom Wasser entfernt. Währenddem Stephan die Schaufel holt und anfängt den Wagen auszubuddeln mache ich mich auf den Weg, um Hilfe zu suchen. So gehe ich zur Strasse zurück wo ich glücklicherweise auch gleich einen anderen 4WD mit zwei Typen drin anhalten kann. Ich erkläre ihnen was passiert ist und so machen wir uns auf den Weg zum Strand. Da angekommen grinst der eine mich an und weist mich sogleich auf die wichtigsten Regeln hin, wenn man am Strand rumfahren will : 1. genügend Luft aus den Pneus lassen (die Betonung liegt auf GENÜGEND), 2. den Sand auf seine Festigkeit überprüfen und 3. „why don’t you go for a bloody walk on the beach?”… Nummer drei ist seeeehr hilfreich ;-) Jedenfalls machen wir uns auf den Weg zum Auto wo Stephan inzwischen schon eifrig den Sand weggeschaufelt hat. Mit vereinten Kräften und mit Holzbrettern als Unterlage für die Räder gelingt es uns nach einigen Anläufen den Wagen wieder freizukriegen... juhuiiiii. Ah ja, eigentlich wollten die Typen am Meer fischen gehen aber schlussendlich quasseln sie noch länger mit uns bevor sie beschliessen, dass heute kein guter Tag zum fischen sei und sich stattdessen auf den Heimweg machen, damit sie noch ein paar Bier kippen können...

Am Abend gönnen wir uns ein wohlverdientes Abendessen bestehend aus Calamares und Scotch Fillet Steak für Stephan und Fajitas für mich. Um den Tag ausklingen zu lassen, schauen wir im Motel noch einen DVD... Bye for now.

 
Tja, was soll ich dazu sagen ? Ich habe heute gelernt, dass wenn man genügend Luft aus den Reifen lässt, es überhaupt kein Problem ist im Sand zu fahren. Also Luft raus bis circa 1.2 Bar, 1.8 ist immer noch zu viel. Die Reifen müssen richtig Platt aussehen, dann kann man problemlos im Sand fahren. Shiiiit happens !!!

26. Mai Port Macquire – Bellina 394 km effektive Fahrzeit 4h 50 min

Am Morgen vor der Abfahrt entschliesse ich mich, dass wiedereinmal ein Haarschnitt fällig wäre und mache mich auf zum Hair Saloon. Für 20 Fr. schneidet die nette Dame mir die Haare nach meinen Vorstellungen. Danach machen wir uns auf den Weg. Es geht der Küste entlang Richtung Norden. Unser heutiges Ziel ist Bellina, ein kleines Städtchen an der Küste südlich von Brisbane. Dort angekommen suchen wir wiederum ein Motel. Am Abend essen wir gemütlich beim Chinesen, wo es für mich wiederum Seafood gibt. I love it !
 

 
27. Mai Bellina – Bayron Bay 45 km effektive Fahrzeit 50 min

Die kurze Fahrt führt uns nach Bayron Bay wo ein Army Kollege von mir eine Sprachschule besucht. Kurz nach dem Mittagessen treffen wir ihn schon. In einem gemütlichen Cafe tauschen wir dann aufgeregt unsere News aus. Räber bleibt nur noch 4 Wochen hier und dann geht es für ihn wieder in die Schweiz zurück. Wir beschliessen, dass wir am Abend zusammen mit seinem Kollegen Florian am Beach ein BBQ zubereiten und anschliessend noch das Nachtleben in Bayron Bay geniessen. Morgen geht’s weiter nach Surfers Paradise wo ebenfalls ein Army Kollege von mir in der Sprachschule ist. Als wir heute miteinander telefonierten, meinte er nur, dass er wahrscheinlich noch länger in Australien bleiben werde. Ich finde das coooool.

28. Mai Byron Bay – Gold Coast  105 km  effektive Fahrzeit 1h 53 min
 
Am Morgen machen wir uns wiederum auf den Weg. Die heutige Strecke führt uns der Küste nach ins touristische Surfers Paradise (Gold Coast), wo Gempel auf uns wartet. Das GPS führt uns direkt zu seiner Homestay welche uns sehr freundlich Empfängt. Nicolai erzählt uns von der Schule und zeigt uns das prächtige Haus. Hinter der Villa haben sie sogar einen eigenen Bootssteg und ein Motorboot. Seine Homestay fragt uns, ob wir bei ihnen Übernachten wollen, da wir vor haben hier 2-3 Tage zu weilen. Natürlich kommt uns das sehr gelegen und wir nehmen dankend an. Im Anschluss fahren wir in die Stadt. Es ist wirklich ein Paradies und ist vergleichbar mit Hollywood und oder Beverly Hills. Viele Touristen und Schickimiki. Wir entschliessen uns den Q 1 zu besichtigen. Das höchste Gebäude in dem sich Wohnungen befinden mit einer Höhe von 322,5 m und 78 Stockwerken. Der Lift befördert uns in 9m/s zum Visitor Desk im 77 Stock. Die Aussicht ist unbeschreiblich. Leider fängt es aber schon bald an zu Regnen und dunkle Wolken versperren die Sicht. Am Abend essen wir mit der Familie Tea. Ahnschliessend machen wir uns zu Fuss auf den Weg in die Stadt und Nicolai zeigt uns das Nachtleben in Surfers Paradise.

 
29. Mai Gold Coast  17km  arround Surfers Paradise
 
Heute gehen wir ins Sea World, das nur 10 Minuten von hier entfernt ist. Da angekommen gehen wir als erstes in die Delphin-Show. Ist echt beeindruckend was die alles können und wie hoch die springen können. Weiter geht’s danach ins 4D Kino wo ein Film gezeigt wird über die Gefahren, der die Natur ausgesetzt ist. Danach besuchen wir den Teil wo man Seesterne, Seeigel, Rochen usw berühren kann und beobachten die Haie im Haibecken. Die kann man natürlich nicht einfach so streicheln... hihi. Gegen 4 machen wir uns dann wieder auf den Retourweg und gehen noch etwas shoppen in Surfers Paradise. Da verliebe ich mich auf den ersten Blick in eine Handtasche... und schon ist es um mich geschehen... hmm. Da sie ausgerechnet im Dior Schaufenster ist, lässt mich aber schon ahnen, dass der Preis wohl nicht Reisebudgetfreundlich ist... Leider geht sie mir aber nicht mehr aus dem Kopf und so gehe ich dann in den Laden hinein und natürlich kostet sie ein Vermögen. Aber wer sagt, dass man sich nicht auch mal ein Geschenk machen soll... nämlich. Die einzige Sorge ist jedoch, was mache ich mit der Tasche wenn wir auf der Reise sind, denn 5 Monate darauf aufpassen, dass ihr nichts geschieht und sie das Outback überlebt, stimmen mich nicht sehr optimistisch. So frage ich im Laden, ob sie die Tasche in die Schweiz schicken würden, da wir wie ich ihr erkläre, noch 5 Monate am rumreisen sind. Da bietet sie mir an, dass sie die Handtasche für mich aufbewahren würden, bis wir wieder retour sind und sie würde sie mir kurz vor unserer Abreise nach Sydney zu Dior schicken, damit ich sie da abholen kann. Cool!!! Stephan meinte für den Preis könne man solchen Service auch erwarten aber ich fands trotzdem super... hihi. Passiert einem in den günstigen Läden wo ich sonst einkaufe ja nicht. So werde ich wohl dieses Angebot annehmen und mich mit dem Kauf der Tasche glücklich machen... ha, ist das Leben nicht schöööön... hihihi. So kann ich nun glücklich und zufrieden schlafen gehen. Gute Nacht.
 
30. Mai Gold Coast  153 km  Gold Coast Trip  effektive Fahrzeit 3h
 
Nachdem Nicolai beschlossen hat, sich heute einen Tag frei zu nehmen von der Schule, besprechen wir, was wir mit dem Tag anfangen wollen. Wir fragen die Susanne, die Homestay ob sie einen Tipp für uns hat. Da sie schon 20 Jahre hier lebt, kann sie uns natürlich einiges empfehlen. Da es bereits nach 9 Uhr ist, entschliessen wir uns in den nahegelegenen Springbook Nationalpark zu gehen, der ca. 1 Autostunde von hier entfernt ist. Da angekommen gehen wir auf einen Spaziergang zur Natural Bridge, welche uralt ist und sich in einem Regenwaldgebiet befindet. Es ist sehr eindrücklich wie anders dieser Wald ist. Nachdem wir uns nun also ca. 30 Minuten mit spazieren sportlich betätigt haben, fahren wir gemütlich mit dem Auto weiter auf dem Tourist Drive. Auf der Fahrt, fahren wir an einer Schlange vorbei, welche seelenruhig auf der Gegenfahrbahn liegt. Zuerst sind wir gar nicht sicher ob sie noch lebt und kehren um. Und siehe da, sie lebt tatsächlich, scheint sich aber im Sonnenschein zu wärmen. Sie ist meeega... ca. 2.5m lang mit einem giftgrünen Musterung (wahscheinlich Phyton Familie). Wir schiessen natürlich gleich ein paar Fotos um das Ereignis festzuhalten und Nicolai kann es nicht bleiben lassen, sie zu zeukeln und berührt sie am ende des Schwanzes. Nun... ja, jetzt weiss auch er wie schnell Schlangen sind... hihi. Ruckzuck und schon dreht sie sich in seine Richtung, züngelt ihn an und geht in Kampfstellung. Von nun an finden wir es eine tolle Idee, sie von etwas weiterer Distanz zu betrachten. Wir wollen ja nicht schon vom ersten Ausflug einen Schlangenbiss als Souvenir nach Hause bringen. Danach fahren wir weiter wieder Richtung Surfers Paradise und machen an einem Strand südlich davon einen Halt und gehen noch etwas am Strand spazieren und betrachten die herrliche Skyline von Surfers. Cool! Anschliessend gehen wir noch eins trinken, ich gehe meine neue Lieblingshandtasche shoppen und danach müssen wir uns auch beinahe schon beeilen, damit wir rechtzeitig wieder bei der Family sind. Martin ein Austausschüler aus Deutschland hat Geburtstag und das gehen wir feiern bei einem netten Abendessen mit Spaghetti Bolognaise, die er sich gewünscht hat, und als Dessert gibt es Vanilleeis mit Schokosauce oder Erdbeeren mit Marshmellows und Schokosauce... yummmieeee. Nach dem Essen treffen wir uns noch mit Nicolais Freundin Kazoumi auf einen Drink. Bald aber schon sind wir müde und lassen die beiden Frischverliebten alleine und düsen Richtung Homestay, wo unser bequemes Bett auf uns wartet. Morgen geht’s ins Warner Brothers Movie World... juhuiiii!
 
 
31. Mai Gold Coast – Brisbane  106km  effektive Fahrzeit 2h 10min
 
Nachdem wir unsere Wäsche von der Trocknungsleine eingesammelt hatten, hiess es Abschied nehmen. Da ich das Boot nochmals bestaune, erklärt mir Susanne, dass man die Boat License in nur einem Tag machen kann. Mmmmh....! Der Abschied fällt schwer. Wir fahren Nicolai noch zur Schule und fahren 20km weiter zum Warner Bros Movie World. Dort sehen wir uns die verschiedenen Attraktionen an. Unter anderem eine Stunt Show von Police Accedemy und eine Tour durchs Matrix Land mit Original Kostümen und Accesoires. Auch eine 4D Show von Shrek ist zu sehen. Als wir auf einer Sitzbank eine kleine Pause machen, kommen wir ins Gespräch mit Judie und Steve, ein Ehepaar aus New Zealand. Schon nach 3 Minuten laden sie uns ein, um bei ihnen in Tauronga zu schlafen, denn sie hätten viel Platz. Ich kann die Unkompliziertheit hier zu Lande fasst nicht glauben. Gegen Abend fahren wir Richtung Norden wo wir in der Nähe von Brisbane ein Motel suchen. Am Abend gibt’s dann in South Brisbane noch ein Beef Fillet und wir gehen müde ins Bett.
 
1. Juni Brisbane  13km  effektive Fahrzeit 28min 

 

Am Morgen entschliessen wir uns noch für eine weitere Nacht in Brisbane zu bleiben und schlafen aus. Am Nachmittag machen wir uns wiederum auf in die City, da ich ins Museum möchte. Ahnschliessend heisst es Shoppen an der Queen Street und danach gehen wir noch ins Cinema, wo wir uns X-Men III reinziehen. 

 

2. Juni Brisbane – Noosa Head  164km  effektive Fahrzeit 2h 30min 

 

Auch heute Morgen nehmen wir es gemütlich, da wir nicht allzu weit fahren heute bis nach Noosaville. Auf dem Weg sehen wir an der Autobahn angeschrieben, dass es nur 18km sind bis zum Australia Zoo, welcher von Crocodile Hunter Steve Irwin gegründet wurde. Ja genau, das ist der verrückte Typ vom Discovery Channel, der sich wohl vor keinem Tier fürchtet, sei es auch noch so gefährlich. Als erstes besuchen wir eine Krokodil Show, welche aber eine herbe Enttäuschung ist und nichts spektakuläres bietet. So ziehen wir noch ein wenig weiter durch den Zoo wo es auch Wombats hat, von denen ich am liebsten einen mit nach Hause nehmen würde... Koalas gibt es auch sowie Kängurus, Schlangen, Emus usw. Danach machen wir uns auf den Weg nach Noosaville und fahren gemütlich der Küste entlang. In Noosaville finden wir auch gleich auf Anhieb eine Unterkunft, ein 1 Bedroom Unit mit Schlafzimmer, Wohnzimmer und kleiner Küche... und das für gerade mal $80! Abends gehen wir noch etwas essen und beschliessen am nächsten Tag ein Boot zu mieten... jupiiiieeeeeee.

 

3. Juni Noosa Head – Hervey Bay  279km  effektive Fahrzeit 4h 25min 

 

Nach dem Frühstück entschiessen wir uns ein Motorboot zu mieten, um den Noosa River besser erkunden zu können. An vielen Orten gibt es Sandbänke und sehr seichtes Wasser. Ab und zu ruckelt der Motor und ich überlege mir schon ob er wohl Luft bekommt. Erst später merke ich, dass das ruckeln die Schiffsschraube ist, welche sich im seichten Wasser durch den Sand wühlt. Tja, einmal hatte ich mich beinahe festgefahren und ich musste den Aussenbordmotor aus dem Wasser ziehen. Im Anschluss an die Bootsfahrt geht es weiter mit dem Auto der Küste entlang Richtung River Heads (Hervey Bay), wo die Fähre nach Fraser Island ist. Am Abend kaufen wir noch den nötigen Food für den Fraser Trip, der etwa 3-4 Tage dauern soll.

 

4. Juni Hervey Bay – Fraser Island  93km  effektive Fahrzeit 3h 30min 

 

Mit der Fähre geht’s zur Fraser Island, wo wir die grösste Sandinsel der Welt erkunden. Es gibt hier nur Sandwege und die Insel ist nur mit 4WD’s befahrbar. Am Abend schlafen wir das erste mal im Auto, direkt an der Küste.

Am Sonntag machen wir uns bereit und nehmen die 11.00 Fähre nach Kingfisher Bay. Die Überfahrt dauert gerade mal 45min... Da angekommen gehen wir natürlich sogleich auf Erkundungstour. Es gibt verschiedene vorgegebene „Tracks“, welche einem durch verschiedene Gebiete der Insel führen. Es sind alles nur bessere Sandpfade, geteerte Strassen findet man auf dieser Insel keine. An der Ostküste kann man mehr oder weniger auf der ganzen Länge am Sandstrand fahren. Zuerst fahren wir durch Regenwaldgebiet zum Lake McKenzie, der wunderschön ist! Das Wasser ist ganz klar und hat eine türkisblaue Färbung verlaufend ins tiefblau, etwa wie auf den Malediven. Herrlich! Danach geht’s für uns weiter Richtung Osten an die Beach, wo Stephan natürlich seine kleinere Freude beim Fahren am Strand hat... Und dieses Mal bleiben wir auch nicht stecken...hihi. Gegen 16.00 schlagen wir unser Lager am Beach auf. Es gibt spezielle „Nischen“ gleich hinter dem Strand, welche vor der Flut geschützt sind und offizielle Campings sind. Wir suchen uns eine freie aus und packen unsere Camping Kochutensilien aus, verstauen unser Gepäck in einer Blache um sie vor der Witterung zu schützen und machen unser 5***** Schlaflager im Auto bereit J Nachdem unsere erste Mahlzeit im freien erfolgreich zubereitet und verspiesen haben, machen wir uns auch schon bald auf in Richtung „Bett“. Mittlerweilen ist es zwar erst ca. 19.00h, aber es ist schon stockfinster und die Dunkelheit macht ziemlich müde... gääääähn. Mal schauen, wie es sich in unserem Gefährt schlafen lässt. Gute Nacht und süsse Träume!

 

5. Juni Fraser Round Trip  63km   effektive Fahrzeit 2h 50min 

 

Wir erkunden die Insel. Die Beschreibung für den einen Scenic Drive klingt vielversprechend. „Only for experienced and self sufficient 4WD drivers“ OK, diesen muss ich natürlich befahren. Leider ist dieser aber keineswegs eine Herausforderung.

Ha, von wegen süsse Träume, mitten in der Nacht wachen wir xmal auf und können nicht wieder einschlafen. Shit, wir hätten doch nicht so früh schlafen gehen sollen... Nun ja, irgendwann schlafen wir auch wieder ein und wachen pünktlich mit dem Sonnenaufgang um ca. 06.30 wieder auf. Heute scheint das Wetter uns etwas im Stich zu lassen und kurz nachdem wir alles zusammengepackt haben und uns auf den Weg machen, fängt es auch schon an zu regnen – toll. Heute machen wir eine grössere Tour, wieder durch Regenwald, und kommen dabei an einer riesigen Sanddüne inmitten des Waldes vorbei. Es ist einfach umwerfend! Ah ja, es regnet immer noch... hmpffff. Auch heute suchen wir uns wieder einen Schlafplatz am Strand und schlagen unser Lager auf. Kaum haben wir angefangen, das Nachtessen zu kochen, fängt es so heftig an zu regnen, dass wir den Gasherd abstellen müssen und beschliessen im Auto zu warten bis der Regen aufgehört hat. Ein Dingo, ein australischer Wildhund, scheint das Fleisch gerochen zu haben und nähert sich uns. Da wir ja im Auto sind, kann uns nichts passieren und da wir das Fleisch mit reingenommen haben, macht der Dingo auch bald wieder einen Abgang... Er dachte wohl, er bekomme bei uns eine warme Mahlzeit... hihi. Bald darauf hört es auf zu regnen und wir kommen doch noch zu unserem wohlverdienten Abendessen. Danach schauen wir im Auto noch einen DVD und schlafen auch schon bald darauf ein.

 

6. Juni Fraser Island – Hervey Bay  94km  effektive Fahrzeit  3h 15min 

 

Da alle Inlandwege und die Beach überall etwa gleich aussehen, entschliessen wir uns, dass wir die Fähre, die wir für morgen reserviert haben, umbuchen und verlassen die Insel am späteren Nachmittag. Unsere Erwartungen waren wohl doch etwas zu hoch, wo doch alle von dieser Insel schwärmen. Für mich war es trotzdem ein guter Test für die Standfestigkeit des Wagens und um zu wissen, dass wir alles Equipment dabei haben.

Hmmmm... unsere Fähre für den Rückweg haben wir auf Mittwoch Nachmittag gebucht. Nachdem wir aufgestanden sind, schlage ich vor, dass wir die Fähre auf heute (Dienstag) Nachmittag umbuchen. Ich bin ein wenig enttäuscht von Fraser Island, da uns jeder den wir getroffen haben, vorgeschwärmt hat, wie toll es doch sei und dementsprechend hoch waren denn wohl auch unsere Erwartungen. Schlussendlich sind aber alle die Tracks im Inneren der Insel landschaftlich ziemlich gleich und daher ist man auch schon bald gesättigt. Auch das Fahren am Strand macht zwar mega viel Spass, aber auch das kann man nicht 4 Tage lang machen. Der Regen am Vortag und der ständig wehende Wind, machen es auch nicht gerade besser... So buchen wir kurzerhand die Fähre um. Abschliessend bleibt zu sagen, dass die Insel einige wirklich eindrückliche Landschaften zu bieten hat, tolle Strände, ein gestrandetes Schiffswrack, den Regenwald, die Dingos und einiges mehr. Aber 3 Tage genügen vollkommen, um die Insel zu besuchen. Zurück in River Heads machen wir uns wieder auf den Weg nach Torquay, ins selbe Motel, wo wir schon vor der Abreise übernachtet haben. Nun bleiben wir aber 2 Nächte und werden uns morgen mit Auto waschen, Wäsche waschen und einem Besuch im Internet Café beschäftigen.

 

7. Juni Hervey Bay  54km  effektive Fahrzeit 1h 36min 

 

Nachdem wir ausgeschlafen haben, mache ich mich auf den Weg um den Patrol vom Schmutz und den Salzwasserrückständen zu befreien. Claudia macht inzwischen Bekanntschaft mit der Waschmaschine vom Motel. Am Nachmittag heisst es dann Internet und Hompage update. Im Campingshop wird noch nach Trekkingschuhen gesucht.

 

8. Juni Hervey Bay  46km  effektive Fahrzeit 1h 20min 

 

Wir entschliessen uns, dass wir nochmals für einen weiteren Tag in Hervey Bay bleiben. Nachdem Frühstück geht’s nochmals in den Campingshop wo Claudia ihre Trackingschuhe kauft. Am Nachmittag ist nochmals Internet angesagt und am Abend kaufen wir unser Proviant für die Nächsten paar Tage ein. Danach ist Kino angesagt, wo wir „The Omen“ schauen. UUUUUHHHHHHHHhhhhhhhhh ..... scaryyyyyyyyyy

 

9. Juni Hervey Bay – Chinchilla  411km  effektive Fahrzeit 5h 30min 
NTR (Nothing to report) 
 
10. Juni Chinchilla – Charleville  485km  effektive Fahrzeit 5h 50min 

 

Charleville die letzte grössere Stadt vor dem NICHTS !

 

 

11. Juni Charleville – Quilpie  247km  effektive Fahrzeit 3h 20min 

 

Da es gestern seit langem geregnet hat, sind grössere Mengen Wasser neben und zum Teil auf der Strasse. Der Boden ist so trocken, dass das Wasser fasst keine Chance hat um abzufliessen. Am Abend im Motel komme ich ins Gespräch mit einem Aussie. Er sagt mir, dass es im Moment nicht möglich ist um nach Windorah zu fahren. Auf dem Weg dorthin sei die Strasse so überflutet, dass kein Durchkommen möglich ist. Wir sprechen noch mit einem anderen Aussie der im Motel übernachtet und kommen zum Schluss, dass es am Besten ist weiter nach Eromanga, wo es eine Tankstelle hat, und weiter nach Innamincka zu fahren. Von dort aus solls dann Richtung Birdsville gehen. Okay, wir werden sehen. Die Weite und leere hier ist der Hammer. Heute fuhren wir zu einem Fels Block (wie der kleine Bruder vom Ayers Rock), von wo wir eine wunderschöne Aussicht über das weite Land hatten.

 

12. Juni Quilpie – Innamincka  501km  effektive Fahrzeit 5h 55min 

 

Die Strecke nach Innamincka führt uns nun definitiv ins wirkliche Outback. Weit und breit ist einfach NICHTS ! Auch die Strassen sind nun nicht mehr geteert und ich weiss jetzt was es heisst auf einer Wellblechpiste zu fahren. In Innamincka angekommen beziehen wir das legendere Innamincka Hotel. An der Tankstelle komme ich ins Gespräch mit 2 australischen Ehepaaren, die ebenfalls das Outback erforschen. Beide waren schon in der Schweiz und so geht uns der Gesprächsstoff nicht aus und wir beschliessen, dass wir am Abend gemeinsam im Innamincka Pub essen wollen.

 

13. Juni Innamincka – Birdsville  352km  effektive Fahrzeit 5h 35min 

 

Heute ist der grosse Tag an dem ich endlich nach Birdsville komme. Ich kanns kaum erwarten, denn ich habe schon soooooo viel über Birdsville gelesen und die Ortschaft schon mindestens 100 mal auf der Karte gesucht. Hier möchte ich noch beifügen, dass ich süchtig nach Landkarten aller Art bin. MMmmmmhhh...... Jedenfalls finde ich auf meiner örtlich detaillierten Karte einen kürzeren Track der nach Birdsville führt. Ich frage an der Tankstelle ob dieser Track befahrbar ist und sie meint es sollte OK sein. Im Shop finde ich noch eine Detailmap mit GPS Punkten. Da ich mir noch einen günstigen GPS Handheld zugelegt habe, muss ich natürlich diese Karte haben. So kann nichts mehr schief gehen und ich kann die Koordinationspunkte im GPS eingeben. Der Walkers Crossing Track ist einfach aber zieht sich doch recht in die Länge. Wir kommen an einem alten verrosteten Auto vorbei und dann geht’s weiter durch den Strzelecki Desert und weiter durch den Sturt Stony Desert. Endlich in Birdsville angekommen bin ich doch ziemlich auf der Schnauze und wir quartieren uns im legendären Birdsville Hotel ein. Ich kaufe mir nochmals eine Karte mit GPS Punkten für die Simpson Desserts. Am Abend geniessen wir das Essen im Pub und gehen müde ins Bett. Morgen werden wir Birdsville auskundschaften und ich möchte die Big Red (die grösste Sanddüne der Simpsons) Probe fahren. Diese ist nämlich nur 40km von Birdsville entfernt. Auch muss ich mich noch um den Dessert Park Pass kümmern, denn ohne dieses Permit ist es nicht erlaubt die Simpsons zu durchqueren. Die Strecke von Ost nach West ist die schwierigere, da man die Dünen von der steilen Seite her anfahren muss. Auf dem Weg Richtung Westen sind es circa 500 Dünen die es zu überwinden gibt. Für die Strecke bis nach Dalhousie Springs benötigt man ahnscheinend etwa 5 Tage und von dort aus nochmals 2 bis nach Alice Springs.

 

14. Juni Birdsville „Big Red“ 

 

Am Morgen essen wir erst einmal Frühstück in der Birdsville Bakery, damit wir uns gestärkt an die Dünen heranwagen können. Danach geht’s auch schon los und wir fahren ab Richtung Big Red via den Chicken Track. Keine Ahnung warum er so heisst, aber jedenfalls führt er als erstes schon mal über eine Düne über die man gezwungenermassen kommen muss, da es keine Umfahrung gibt... Gut, den ersten Test haben wir bestanden und fahren nun weiter. Bald darauf stehen wir vor ihr... The legendary Big Red! Da wir im Pub ein Foto gesehen haben, auf dem ein Porsche auf der Big Red steht, denken wir, dass das ja nicht so ein Problem sein kann, da drüber zu kommen. Hmmm... okay, vielleicht doch ein kleineres Problemchen, wir schaffens nämlich im ersten Anlauf schon mal nicht. Gut, zweiter Versuch auf einem etwas weniger steilen Weg. Auch nichts... Hmmm... ok, nochmals runterfahren und Luft rauslassen. Gesagt, getan... Wir schaffens immer noch nicht. Shit... Mittlerweilen hat es ein Familienvater mit der ganzen Familie im Auto schon geschafft, ein etwas älterer Herr, den wir zuerst ein wenig belächelt hatten, da er keinen Anlauf geholt hatte, und nur wir stehen noch am Fusse der Düne und die Sieger auf der Düne, winken uns aufmunternd zu, wir sollen es doch nochmal versuchen. So nehmen wir nochmal einen Anlauf, aber trotz allen positiven Zurufen, bleiben wir ca. 50cm vor der Krete stecken. Wir haben einfach zuviel Gewicht mit dem Dachträger und allen Benzin und Wasserkanistern... Zudem ist es schon Nachmittag und durch die vielen Versuche aller Fahrer ist die Piste zu holperig geworden und der Sand durch die Wärme zu weich. So versuchen wir es nun von der hinteren Seite auf die Big Red und voilà, wer sagts denn, im ersten Anlauf gelingt es uns und wir fühlen uns trotzdem als Sieger... hihi. Nun gut, jetzt können wir uns beruhigt auf den Retourweg nach Birdsville machen. Wir müssen ja nur noch über die kleinere Düne auf dem Chicken Track. Hmmmm... aber auch das scheint nun schwieriger als beim ersten Mal und wir müssen einige Anläufe nehmen... und schaffens trotzdem nicht. Auch hier bleiben wir gerade mal 1 Meter vor der Krete stecken. Und wer steht da oben schon und lacht uns entgegen? Genau, dieselben Aussies, die uns schon auf der Big Red entgegengrinsten... Wir überlegen was wir machen sollen, entweder wieder runterfahren, mehr Luft rauslassen und nochmals versuchen oder sie schieben oder ziehen uns raus. Da kommt der eine auch schon mit seinem 4WD angefahren und holt ein Seil raus – das heisst, wir werden über die Krete gezogen und von da an ists dann wieder easy. Die Aussies belächeln uns ein wenig und fragen, ob wir nicht schon mal etwas Gewicht vom Dachträger runterholen wollen. Ha, die können ja gut lachen, die haben gerade mal ihr Auto und nicht viel Gewicht mit dabei, da sie ihre Ausrüstung auf dem Caravan Park gelassen haben. Nevermind, unter einigem Gelächter (ja, auch wir lachen... hihi) machen wir uns alle zusammen auf den Rückweg und werden uns sicher am Abend im Pub wiedertreffen.

 

15. Juni Birdsville – Poeppel Corner  185km effektive Fahrzeit 6hQAA Line 

   

Nach einem reichhaltigen Frühstück in der Birdsville Bakery sind wir um 09.00h startklar und nehmen das Projekt Simpson Desert in Angriff. Schon nach der ersten Düne finden wir vor uns eine Gruppe mit 4 Autos, welche die Simpson Desert auch auf der QAA Line durchqueren. Da sie zu viert sind und der vorderste Wagen über Funk den hinteren Fahrzeugen Bescheid gibt, wie die Dünen zu fahren sind, kommen wir erst mal recht langsam vorwärts. Als sie kurze Zeit später eine Halt machen, um sich eine Cuppa (a cup of tea) zu genehmigen, nutzen wir die Gelegenheit aus und überholen sie. Ja juppieee... endlich können wir in unserem Tempo fahren. Und auf der ersten Teilstrecke kommen wir auch recht zügig vorwärts, weil da die Dünen etwas weiter auseinanderliegen. Stephan hat natürlich seine volle Freude und kann sich in den Dünen fahrmässig so richtig austoben und seine Augen glänzen wie die eines Kindes unter dem Weihnachtsbaum... hihi. Ein paar Stunden und zig Dünen später stellen wieder jedoch schon fest, dass es wohl nicht allzu lange dauert, bis man eine gewisse Langeweile verspürt. Es sind irgendetwas zwischen 500 – 900 Dünen (je nachdem in welchem Führer man liest, oder wen man fragt und je nach Route) und obwohl natürlich keine wie die andere ist, fährt man doch den lieben langen Tag lang die Dünen rauf und runter und wieder rauf und runter. Gegen 4 Uhr haben wir unser Tagesziel, den Poeppel Corner, erreicht. Dies ist der Punkt, an dem die drei Staaten Queensland, Northern Territory und South Australia aufeinandertreffen. Wir bestaunen, den Grenzstein und fliehen dann vor den Fliegen, die uns aufzufressen drohen und machen uns auf die Suche nach einem ruhigen Plätzchen, wo wir campieren können. Schon bald werden wir fündig und stellen unser Schlaflager auf und kochen Fleisch und Bratkartoffeln zum Abendessen. Stephan hat ein Campfire gemacht und so sitzen wir beim Feuerchen und geniessen es, unter freiem Himmel zu sein. Der Sternenhimmel ist einmalig!!! Es ist ein wenig wie im Planetarium – nur in echt...hihi, rund um einen herum hat es nichts als Sterne. Da wir das von der Schweiz und auch von anderen Reisen nicht kennen, staunen wir wie kleine Kinder und sind ganz begeistert, dass wir sogar die Milchstrasse in wohl voller Länge sehen können! Mit diesen Eindrücken machen wir uns auf in unser Schlaflager im Auto und lassen den Tag, mit einem DVD, welchen wir auf dem Laptop anschauen, ausklingen.

 

16. Juni Poeppel Corner – Colson Junction  100km  effektive Fahrzeit 4h 50minFrench Line 

 

 

Oh mann, ist das kalt am Morgen... brrr!!!! Das ist gar nichts für mich Morgenmuffel, und es hilft auch nicht, dass die Sonne erst gegen 07.30 aufgeht... Oje, so heisst es raus aus den Federn, Frühstück machen und dann Lager abbauen (was meinerseits von ständigem fluchen und meckern begleitet wird...hmpf). Etwas später als gewollt fahren wir los und nehmen Tag 2 in Angriff. Leider gibt es nicht wirklich viel spannendes zu berichten, da es sich wieder um zig Dünen, also rauf und runter, rauf und runter handelt... Kurz nach dem Poeppel Corner jedoch finden wir einen Campinganhänger, welchen jemand zurückgelassen hat, da er mit dem Anhänger nicht über die Dünen kam. So hat er kurzerhand auf den Anhänger „zu verkaufen“ sowie die Telefonnummer, wo er erreichbar ist, geschrieben und wartet wohl jetzt noch auf einen Abnehmer...hihi. Es heisst wohl nicht umsonst, dass man mit Anhängern nicht via die French Line, sondern über die etwas längere aber dafür flachere Rig Road fahren soll...

Auch heute parken wir unser Auto etwas abseits von der Strecke und bereiten unser Abendessen zu. Nachdem wir wieder am Lagerfeuer sassen und den Sternenhimmel bestaunt haben, geht’s ab ins Bett. Es scheint eine wirklich kalte Nacht zu werden... schlotter.

 

17. Juni Colson Junction – Mt. Dare  221km  effektive Fahrzeit 5hBirdsville – Mt. Dare 500km laut Tacho, 100l Diesel = 20l / 100km 

 

Und es war eine megakalte Nacht! Solange wir schliefen ging es ja noch, aber nachdem wir frühmorgens aufgewacht sind, konnten wir dann nicht mehr einschlafen, weil wir so kalt hatten. Also packte Stephan kurzerhand die (vorsorglich) gekaufte Gasheizung aus und nahm diese in Betrieb... Naja, wirklich viel wärmer wurde es nur, wenn man gerade vor ihr sass. Ein weiteres Mal verfluche ich den Morgen, dass es kalt ist und was ich überhaupt beim Campen mache, bei diesen kalten Temperaturen. Also gar kein guter Start in den Tag für mich... hihi. Aber ich muss sagen, beim Auf- und Abbauen der Ausrüstung werden wir immer schneller, also gibt es doch etwas positives an diesem Morgen und so können wir heute auch früher abfahren. Unser Tagesziel ist Mount Dare via die Dalhousie Springs. Dies sind Quellen, in denen man baden kann. Zuerst bin ich noch skeptisch, ob sie wirklich warm genug ist, da es draussen ziemlich windig und kühl ist. Aber nachdem wir eine Zehe reinhalten, steht fest; raus aus den Klamotten und rein ins warme Nass! Die Temperatur ist um ca. 35 Grad und so ein wenig wie ein Whirlpool, einfach ohne Sprudel... hihi. Und ah ja, es hat kleine Fischlein im Wasser, die uns ständig beissen, dh. es piekst uns ständig was an den Beinen. Wir geniessen die Wärme und können uns kaum von der Quelle trennen, aber wir müssen weiter, damit wir es bis nach Mount Dare schaffen. Da angekommen leisten wir uns ein Hotelzimmer anstatt noch ein weiteres mal in der Affenkälte draussen zu campen! Okay, wir haben das ganze Hotel für uns... Es ist ein „Hotel“ mit ca. 4 Zimmern und einer Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftsbad und Gemeinschafts-WC. Aber da wir ja alleine hier sind, ist alles easyyyyy. Es wird wieder eine bitterkalte Nacht werden und ich meinerseits denke träumerisch an die warmen Dalhousie Springs von heute Nachmittag zurück. Wir blicken auf die letzten drei Tage zurück und sind stolz darauf, dass wir die Simpson Desert so gut und ohne Zwischenfälle durchquert haben! Und ich habe für mich selber herausgefunden, dass ich wohl in diesem Leben nicht mehr so schnell campen gehen werde...hihi. In diesem Sinne, Gute Nacht und happy freezing.

 

18. Juni Mt. Dare – Kulgera  371km  effektive Fahrzeit 6h 

 

Und auch heute war es wieder eine bitterkalte Nacht und wir haben uns sogar im „Hotel“ den A.... abgefroren. Wir tauen aber so langsam auf und machen uns auf den Weg nach Old Adnado, einem uralten „Dörfchen“ mit gerade mal einem Haus und etwa 3 Einwohner. Da lebt die legendäre Molly Clark, die in wohl jedem Reiseführer erwähnt wird. Leider treffen wir sie aber nicht an und machen uns weiter auf den Weg nach Kulgera, welches sich am Stuart Highway befindet, der Verbindungsachse von Port Augusta im Süden über Alice Springs nach Darwin im Norden. Auf etwa halber Strecke wagen wir wieder einmal eine Exkursion von der Steinstrasse in Sand und ratet mal? Genau, wir bleiben wieder im Sand stecken...hihi. So langsam haben wir Übung und merken, dass der Sand extrem trügerisch ist. Nur weil er auf den Strassen festgedrückt und deshalb hart ist, heisst das noch lange nicht, dass er das auch neben der Strasse ist... So packen wir erneut Schaufel und unsere Unterlagsbretter aus und nach 2 Anläufen und etwa 1 Stunde später befinden wir uns wieder auf dem sicheren, festgefahrenen Untergrund des Tracks. So fahren wir weiter an Finke vorbei, welches ausschliesslich von Aborigines bewohnt ist. Da wir nach einer Tankstelle mit Luftversorgung Ausschau halten, fahren wir durch das Dorf. Man kann es nicht leugnen, dass einem ein etwas mulmiges Gefühl befällt, wenn man durch Aboriginal Gebiet fährt. Durch ihre beinahe schwarze Haut und ihr ungepflegtes Äusseres machen sie einfach einen unheimlichen Eindruck und so sind wir denn auch froh, als wir Finke nur noch im Rückspiegel sehen. Zwei Stunden später kommen wir in Kulgera an und halten auch sogleich nach einem Motelzimmer (mit Heizung!!) Ausschau, damit wir wenigstens diese Nacht nicht frieren müssen. Kurz darauf halten wir den Zimmerschlüssel in der Hand und gönnen uns eine heisse Dusche und lassen die Heizung auf voll Power laufen... ajeeee! Nach der sportlichen Betätigung des heutigen Tages sind wir mega hungrig und machen uns gleich auf den Weg ins Pub, wo wir einmal mehr Steaks und Chips essen. Jaja, gesunde Küche wird in Australien nicht wirklich gross geschrieben, aber wir sind satt und das ist die Hauptsache.

 

19. Juni Kulgera – Yulara  402km  effektive Fahrzeit 5h 

 

Heute führt uns der Weg über die Mulga Park Road nach Yulara. Die Mulga Park Road war früher ein Teil des Gunbarrel Highways, also heisst es nochmals Schotterpiste. In Yulara angekommen checken wir ins Hotel ein und als ich höre was das Zimmer kostet, stockt mir gleich der Atem ! 200 SFr. Woooow ! Als wir dann weiter fahren um den Ayers Rock von nahem zu begutachten, kommt noch der Park Eintritt von 25.- pro Person dazu. Tja, wie es scheint, sind wir da an einem richtigen Touriiii Ort. Na ja, jedenfalls ist der Anblick des Uluru, dem zweitgrössten Monolithen der Welt, das Ganze wert und wir geniessen den Sonnenuntergang. Natürlich knipsen wir auch gleich ein paar Bilder.

 

20. Juni Yulara – Kings Canyon  449km  effektive Fahrzeit 5h15min 

 

Am Morgen heisst es früh aufstehen, denn wir wollen den Sonnenaufgang nicht verpassen. Im vergleich zum Sunset ist es eher unspektakulär und bitter kalt. Nach einer warmen Dusche im Hotel machen wir uns auf den Weg zu den Olgas (Kata Tjuta), welche sich etwa 50km weiter befinden. Danach geht es wieder zurück und weiter Richtung Kings Canyon der 350Mio. Jahre alt ist. Die Schlucht mit ihrem roten Schimmer ist immens. Ich denke mir jedoch, wer in der Schweiz die Augen offen hält und schon die Aare oder Viamala Schlucht besucht hat, muss nicht unbedingt um die halbe Welt reisen.......

 

21. Juni Kings Canyon – Alice Springs  405km  effektive Fahrzeit 7h 

 

Es geht weiter Richtung Alice Springs. Auf einer Karte finde ich eine Abkürzung welche uns auf einem kürzeren Weg ans Ziel bringen soll. Auch hat es von dieser aus nochmals einen Track der nach Norden durch den Finke Gorge National Park und weiter nach Hermannsburg führt. Jedoch heisst es dann „only experienced 4WD“, was mich natürlich begeistert. Leider ist es so trocken, dass ich nicht dazu komme die Flussdurchquerungen im Finke River zu geniessen. Der Track ist zum Teil sehr sandig und dann aber wieder von Gestein und Geröll Feldern durchzogen. Man kommt nur sehr langsam voran und wir brauchen für die etwa 100km fasst 4,5h. Trotzdem muss ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat und es bis jetzt der schönste Offroad 4WD Track war. Claudia fand das ewige Gerüttel und Geschüttel dann schlussendlich doch nicht mehr so toll. OK, wir waren ja auch die letzten 11 Tage, mit Ausnahme der letzten 200km um Julara und Kings Canyon, auf unbefestigten Strassen unterwegs gewesen.  Die Fahrt durch den Finke River Canyon mit der wunderschönen Landschaft war aber unvergesslich. In Alice Springs angekommen machen wir uns wiederum auf die Suche nach einer Unterkunft und entscheiden uns für ein preisgünstiges Backpacker Hostel.

 

22. Juni Alice Springs  17km  effektive Fahrzeit 30min 

 

Heute heisst es “Reorganizing“, Waschen, Auto säubern, Internet und und und. Am Abend gehen wir zur Belohnung ins Kino „Click“.

 

 

23. Juni Alice Springs  19km  effektive Fahrzeit 35min NTR 
 
 
24. Juni Alice Springs  34km  effektive Fahrzeit 1h 

 

Heute besichtigen wir die alte Telegraph Station. Im Telegraphen Raum sitzen 2 ältere Herren die mittels Morsetaste Telegramme von Touristen versenden. Sehr eindrücklich wie schnell sie die einzelnen Buchstaben und Wörter ins Netz einspeisen. Die Telegraph Station wurde ca. 1850 in Betrieb genommen und ist heute als Museum wieder in den Ursprünglichen Zustand gebracht worden. Anschliessend möchten wir den Desert Park besuchen. Eintritt pro Person 20.- ! Da es schon relativ spät ist, beschliessen wir diesen doch nicht zu besuchen.

 

25. Juni Alice Springs – Tennant Creek  519km  effektive Fahrzeit 5h 10min 

 

 

Auf dem Weg kommen wir an den Devil’s Marbel’s vorbei. Riesige runde Marmor Kugeln.

 

26. Juni Tennant Creek – Kathrine  700km  effektive Fahrzeit 6h 45min 

   

Im Bitter Spring Thermal Pool nehmen wir ein Bad. Der Pool wurde während dem 2. Weltkrieg von Soldaten ausgehoben. Jedoch war er nur für Offiziere zugänglich. Nach dem WWII pachtete ein Soldat das Land und eröffnete für Touristen diese Attraktion.

 

27. Juni Katherine Gorge  68km  effektive Fahrzeit 1h 

 

Am Morgen stehen wir früh auf, denn wir möchten im 30km nahe gelegenen Kathrine Gorge Kanus mieten. Voller Euphorie möchte ich natürlich das Kanu gleich für den ganzen Tag mieten, damit wir auch sicher bis zur 3. Schlucht kommen, welche das angegebene Ziel für den Tagesausflug ist. Ah ja, ich wollte unbedingt dahin, weil uns jemand erzählt hat, das sei die schönste der Schluchten... Nun gut, so haben wir das Kanu in Empfang genommen und paddeln Richtung erste Schlucht. So nach einer halben Stunde merke ich, dass Kanufahren nicht nur ein wenig in der Gegend rumpaddeln, sonder eigentlich noch recht anstrengend ist mit Strömung und Wind... ufff. Zu meiner Verteidigung muss ich hier anbringen, dass ich noch niemals Kanu gefahren bin, aber die Idee vom Kanufahren in der Schlucht voll cool fand...hihi. So paddelten wir also weiter und der Anblick der Schluchten war wirklich herrlich! Sie besteht aus rotgefärbtem Fels, Wasserfälle (die momentan aber mehr oder weniger kein Wasser haben) und es gibt kleine Buchten und Strände, von denen die meisten aber gesperrt sind, da es in der Schlucht Süsswasserkrokodile gibt, und da ihre Eier legen. Also halten wir uns brav an die Vorschriften und machen an einem Steinplateau halt, essen was kleines und lassen uns von der Sonne bräunen... so ist das Leben schön...hihi. Nach der Pause machen wir uns auf den Weg in die zweite Schlucht, welche dann auch kürzer ist als die erste... juhuiii... und schlussendlich kommen wir in der dritten Schlucht, dem Tagesziel, an. Wir geniessen noch etwas die tolle Sicht, grüssen andere Kanufahrer und plaudern mit denen und dann machen wir uns auf den Rückweg. Hmmm... irgendwie kommt mir der Rückweg länger und anstrengender vor als der Hinweg... aber das sei normal, gemäss Stephan. Nun gut, es heisst weiterpaddeln, da gibt’s kein entrinnen. Zum Glück ist Stephan da geübter und dementsprechend schneller als ich! Bis jetzt war der Ausflug ja mehr oder weniger harmlos dachte sich Stephan und sorgte dann für Action. Es gibt zwischen der 3. und der 2. Schlucht zwei Passagen, die eine etwas weniger, die andere etwas mehr anspruchsvoll. Welche müssen wir nehmen? Genau, die schwierigere natürlich, sonst machts ja keinen Spass... hihi. Der Spass dauert aber nicht wirklich lange und wir geraten zwischen ein paar grössere Steine und verlieren das Gleichgewicht... und schwupp ist das Kanu gedreht und unser Rucksack mit Essen, Trinken und MEINER KAMERA drin ist unter Wasser.. hmppfff. Voller Panik um meine Digitalkamera (welche wir wenigstens klugerweise in einen Plastiksack gewickelt hatten), greife ich nach dem Rucksack und versuche ihn so schnell wie möglich aus dem Nass zu ziehen und ins Trockene zu bringen. In der Zwischenzeit kümmert sich Stephan um das Kanu, das heisst Wasser ausleeren und wieder bereitmachen. Ich schaue nach meiner Kamera und bin heilfroh, dass sie nichts abbekommen hat. Der Food war natürlich mehrheitlich aufgeweicht und nicht mehr zu gebrauchen, ebenso wie einige Broschüren, welche wir auch noch im Rucksack hatten. Ah ja, Stephan hat bei seiner Kanurettungsaktion seine Lieblingssandalen verloren... Fazit: - 1 Paar Sandalen, - diverse Foodsachen, - 1 Karte von Sydney und Region, nasse Kleider und 1 nicht mehr ganz so glückliche  Claudia mit ein paar Schürfungen am Schienbein. So machen wir nochmals kurz Halt um all die Sachen etwas zu trocknen, bevor wir uns nicht mehr ganz so begeistert auf den Rückweg zum Bootssteg machen. Jaja, morgen werde ich wieder sagen, dass es toll und cool war aber für heute ist mein Bedarf gedeckt... hihi. So gönnen wir uns ein wohlverdientes Abendessen, um wieder zu Kräften zu kommen. In diesem Sinne, Mahlzeit und gute Nacht.

 

28. Juni Katherine – Victoria River – Katherine  414km effektive Fahzeit 4h 35m 

 

Heute nehmen wir es am Morgen recht gemütlich, da wir noch ein paar Hotels für Darwin abchecken wollen. Wir wollten eigentlich übers Wochenende dahin fahren, aber natürlich findet genau dann das jährliche Autorennen in Darwin statt, welches Kult ist und darum haben wir keine Chance noch irgendwo eine Unterkunft zu finden. So planen wir etwas um und werden 3 Tage im Kakadu National Park verbringen und dann am Montag nach Darwin fahren. Und siehe da, nun ists auch kein Problem mehr, ein Hotel zu finden. Nachdem wir die Übernachtung organisiert haben, fahren wir los nach Victoria River, welches 193km westlich von Katherine liegt. Was uns da genau erwartet, ausser Schluchten, wissen wir nicht, aber zwei Truckies, welche wir in Kulgera angetroffen haben, haben uns ans Herz gelegt dahin zu fahren, da es ihrer Meinung nach eine der schönsten Gegenden Australiens sei. Gesagt getan und nach 2 Stunden Fahrt kommen wir in Victoria River an. Wir merken aber schnell, dass man da ausser Bootstouren auf dem Victoria River, welcher sich durch die Schluchten schlängelt, mit dem Auto nicht sehr viel machen kann und um einen Walk zu machen, haben wir zuwenig Zeit. Also fahren wir zum Old Victoria River Crossing, wo man nur mit dem 4WD hinkommt... juppieee für Stephan. Nachdem ich ein paar Fotos gemacht habe, gibt’s für ihn kein halten mehr und schon düst er mit dem Nissan durch das kühle Nass. Wenigstens ist er so vernünftig und hat nicht vor den Fluss bis zum anderen Ufer zu überqueren... selbst er ist der Meinung, dass die Strömung zu stark ist. Ich schicke ein Dankeschön Richtung Himmel... Als ich aber ein paar weitere Fotos mache und sich Stephan in Sicherheit vor meinen Warnungen wiegt, kann er’s dann doch nicht bleiben lassen und will sich nochmal so richtig austoben. Ähm... es ging dann noch etwa 2 Minuten und es hiess „Claudia, kannst du mal kommen?“ Ich werfe einen Blick in Richtung Auto und mir schwant übles... Ah ja übrigens, die Typen mit den 4WD’s und den Seilwinden sind vor 10 Minuten abgefahren... bugger! Wir stecken also wieder mal mit dem Auto fest, diesmal zur Abwechslung im Wasser und nicht im Sand. Natürlich darf Stephan erst mal ein paar Fluchattacken meinerseits über sich ergehen lassen, bevor wir uns an die Lösung des Problems machen können.

Stephan: Ok... das Problem sah folgendermassen aus. Da mein Patrol nicht so viel Bodenfreiheit hat, wie ich mir dies von meinem 4WD gewünscht hätte, habe ich mich festgefahren. Das heisst, zwischen Vorder- und Hinterachse steht das Auto auf einem grösseren Stein und somit habe ich weder vorn noch hinten Traktion. Nach kurzem überlegen kommen ich zum Schluss, dass ich es mit dem Hi-Lift-Jack versuchen will. Damit kann ich den Wagen heben und Steine unterlegen. Gesagt getan. Nach kurzem kommt mir eine Familie, inkl. Grossvater und Grossmutter, zu Hilfe. Die beiden Herren kommen mir gerade gelegen und mit vereinten Kräften und ein paar Versuchen gelingt es uns den Wagen zu bergen. Cooooooool. That’s Action !!! Fazit: Man sollte sich gut überlegen wo man den Hi-Lift-Jack ansetzt. Die Front-Bull-Bar (Rammschutz vorne) ist nicht überall stabil und die Alu Stangen mögen es nicht, wenn sie vom Hi-Lift-Jack unter Druck geraten. Tja.... so schlimm sieht es nicht aus. Nur ein paar kleinere Dellen. Nun heisst es noch 2h Fahrt zurück nach Kathrine.

 

29. Juni Kathrine – Kakadu Nat.-Park (Kambolgie)  218km  effektive Fahrzeit 3h 

   

Von Katherine fahren wir weiter in Richtung Kakadu Nationalpark. Auf dem Weg dahin, machen wir noch Halt bei den Edith Falls, aber da uns das Wasser zu kalt ist, gehen wir nicht darin schwimmen und fahren weiter nach Pine Creek, wo wir eine kurze Pause machen. Dann geht’s weiter nach Mary River, dem „Eingangstor“ zum Kakadu NP. Im Shop, der Zugleich Info für den Nationalpark ist, erkundigen wir uns, welche 4WD Tracks offen sind und stellen enttäuscht fest, dass die meisten zurzeit geschlossen sind. So machen wir uns auf nach Kambolgie, einem Campingplatz, wo wir die heutige Nacht verbringen werden. Da angekommen stellen wir unser Lager auf und erkunden noch den nahegelegenen Fluss, und halten vergeblich nach einem Krokodil Ausschau. Danach bereiten wir am Feuer unser Abendessen, welches aus Burgern und Baked Potatoes besteht, zu und lassen den Tag gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass ich das campen jetzt supertoll finde! Der Grund ist, dass wir sehr warme Tage haben und auch nachts ist es um die 20 Grad... ist also nix mit frieren und so macht das ganze auch richtig Spass. So sitzen wir bis ca. 22.00h draussen und geniessen es, dann heissts ab ins Auto-Bett... gute Nacht und süsse Träume...

 

30. Juni Kambolgie – Cooinda  480km  effektive Fahrzeit 7h 
 
Wunderbar, als wir am Morgen aufstehen ist es auch schon warm, und ich finde campen immer besser – wer sagts denn... hihihi. Den heutigen Tag würden wir am liebsten aus dem Kalender streichen. Er fängt gut an, indem wir entdecken, dass der 4WD Track zu den Jim Jim Falls offen ist und beschliessen dahin zu fahren. Das letzte Stück bis zu den Falls ist so richtig nach Stephans Geschmack – 4 WD pur! Der Weg schlängelt sich durch die Gegend und wir fahren auf Sand, durch Wasser und haben unseren Spass. Am Schluss sind es noch ca. 400m zu Fuss zum Aussichtspunkt zu den Wasserfällen und es lohnt sich, denn von da bietet sich uns eine tolle Aussicht. Schwimmen kann man im Wasser nicht, da es Süss- und Salzwasserkrokodile darin haben könnte. Jetzt machen wir uns auf den Weg zum Alligator Billabong, unser für heute geplantes Schlaflager. Und von da an, nahm das Schicksal seinen Lauf... hmpppfff. Nachdem ich auf der Karte die Distanz falsch lese, da sich die Zahl im Falt der Broschüre befindet, fahren wir erst mal 85km und suchen nach dem 4WD Track, welcher nach Alligator Billabong abzweigen sollte. Tja, wir können noch lange suchen, denn es sind nicht 85km sondern 35!!! Als ich den Irrtum bemerke und es auch schon 17.00 ist, macht sich erst mal so richtiger Frust breit, da wir nun die ganzen 50km wieder zurückfahren müssen. Weil das allein ja nicht genug ist, fängt auch das Auto an zu mucken. Auf dem Weg mussten wir den Alligator River und eine grosse Wasserlache durchqueren, was dazu geführt hat, dass wir Wasser im Gehäuse des Vorfilters hatten, sodass wir den Luftfilter abhängen mussten. Kurz darauf leuchtete dann plötzlich die Ölkontrollampe auf. Hmmm... Die Stimmung wurde dadurch auch nicht fröhlicher... Also haben wir den Öldruck geprüft, aber der schien in Ordnung zu sein. Nachdem der Ölstand etwas tief war, aber eigentlich immer noch OK, haben wir noch etwas Öl aufgefüllt. Doch die Lampe leuchtete immer noch... etwas ratlos und frustriert befand Stephan, dass wohl der Öldruckschalter eine Macke hat und wir beschliessen weiterzufahren, da noch ca. 2h Fahrt auf uns warteten. Als wir dann mit knapp 2h Verspätung an der Richtigen Abzweigung zum Campingplatz waren, stellte sich heraus, dass der 4WD Track bis dahin in katastrophalem Zustand war. Es hätte mindestens eine Stunde gedauert, bis wir endlich da angekommen wären und es war bereits am eindunkeln. So entschliessen wir uns stattdessen zur Cooinda Lodge zu fahren, wo es ebenfalls einen Campingplatz sowie eine Resortanlage hat. Als wir gegen 19.30 endlich da ankommen, sind wir definitiv zu müde, um noch unser ganzes Campingequipment aufzustellen, zumal es auch schon stockfinster ist, und beschliessen, dass wir die Nacht in einem Budget Zimmer der Hotelanlage verbringen werden. Das Zimmer besteht aus einem Containerähnlichem Zimmer mit Kajütenbett und ohne Dusche und WC... also Luxus pur! Aber wir sind zu KO um uns darüber zu beklagen, gehen noch was Essen im Bistro und dann ab ins Bett; ich im oberen Bett und Stephan im unteren – Romantik pur... hihi. Sleep well guys.