01. Juli Cooinda – Jabiru  107km  effektive Fahrzeit 1h 40min 

Neuer Tag, neues Glück! Wir schlafen nach dem gestrigen Frust erst einmal etwas aus und stehen kurz vor 9h auf. Vor unserem Zimmer kommen wir mit zwei Typen ins Plaudern, welche heute noch fischen gehen und Stephan geht ihnen ein wenig zuschauen. In der Zeit schmeisse ich mich in meinen Bikini, hänge mich in einen Liegestuhl am Pool und lasse mir die fast schon heisse Morgensonne, es ist 10.00h, auf die Haut scheinen. Kurz nach 11 müssen wir uns aber auch schon auf den Weg machen, da wir für 11.30 eine Bootsfahrt auf dem Yellow River gebucht haben. Es dauert auch nicht lange und wir sehen ein Krokodil und obwohl es so agressive Tiere sind, kann man mit dem Boot sehr nahe an sie heranfahren und sie regen sich kein bisschen. Nett wie die Krokodile sind, es sind übrigens die gefährlichen Salzwasserkrokodile, halten sie wirklich schön still, so dass man tolle Fotos machen kann... hihi. Wir kommen auch an riesigen Flächen mit Seerosen vorbei, an diversen Jabirus, das sind schwarzweisse Storche, an einem Seeadler, noch mehr Krokodilen und vielem mehr. Die Fahrt dauert 1 ½ Stunden und ich fand sie total cool, da wir viele Tiere gesehen haben, die man so schnell nicht wieder sehen wird. Echt toll! Danach steht ein Ausflug zum Nourlangie Rock auf dem Programm. Da gibt es diverse Felsmalereien von den Aborigines zu besichtigen. Auf einem 1 ½ km langen Rundweg kommt man verschiedenen Felsmalereien, Rock Art Paintings wie sie hier genannt werden, vorbei. Der Kakadu NP ist im Besitz von Aborigines, welche bereits seit 20'000 Jahren in dieser Region lebten und leben und durch solche Rundgänge mit den entsprechenden Erläuterungen dazu, bringen sie den non-Aborigines ihre Kultur etwas näher. Nach der Besichtigung machen wir uns auf den Weg nach Jabiru, wo wir für heute Nacht ein Deluxe-Zimmer im Crocodile Holiday Inn gebucht haben, Luxus muss auch mal sein...hihi. Das Hotel heisst so, weil es in Krokodilform gebaut wurde... An der Rezeption erfahren wir, dass es heute im lokalen Sportsclub ein gratis BBQ mit anschliessendem Feuerwerk gibt, da heute ein Feiertag, der Northern Territory Day, ist. Das muss man uns nicht zweimal sagen und so geniessen wir Burger, Würste und Salat. Nach dem Feuerwerk plaudern wir noch ein wenig mit anderen Touris und gehen dann zurück zum Hotel. Ah ja, als wir im Sportclub abfahren geschieht, was wir uns seit gestern gewünscht hatten: Die Ölkontrollampe leuchtet NICHT mehr auf!!! Juhuiiiii... Stephan ist wieder glücklich und seine Welt wieder in Ordnung. Gewissen Probleme lösen sich eben manchmal doch von alleine.

2. Juli Jabiru – Corodona  389km  effektive Fahrzeit 5h  

Am nahe gelegenen River schaue ich den Fischern zu. In der Nähe vom gegenüberliegenden Ufer sehen wir ein grosses Salzwasserkrokodile das einen Walabi im Mund hat. Mmmmh..... eindrückliche Tiere. Claudia besichtigt ein Stück weiter die alten Felsmalereien der Aboriginies. Am Abend sind wir auf einem Campingplatz und ich quasle bis spät in die Nacht mit einem Aussie Paar.

3. Juli Corodona – Darwin  101km  effektive Fahrzeit 1h 30min  

Auf dem Weg nach Darwin fahren wir an den Jumping Crocodiles vorbei. Da ich in Florida schon auf einer Aligator Farm gewesen bin und Claudia die Krokodile nicht unbedingt sehen möchte, entschliessen wir uns weiter zu fahren. In Darwin angekommen checken wir ins Backpacker ein und besichtigen noch das Städtchen.

 

4. Juli Darwin  55km  effektive Fahrzeit 1h 20min

Heute stand Kleider und Auto waschen auf dem Programm. Natürlich auch noch das Internet überprüfen und und und. Tris hat es tatsächlich geschafft und hat meine Page wieder in Gang gebracht. Jupiiiiiii und merci vieeeeeeeel mol.  

Schon seit längerem haben wir uns entschieden, dass wir von Darwin aus getrennte Wege gehen werden. Wir mussten feststellen, dass wir in vielen Hinsichten zu verschieden sind, was bei beiden zu Unzufriedenheit geführt hat. So wird Claudia am Donnerstag von Darwin nach Cairns fliegen und einige Zeit in der Gegend des Great Barrier Reef verbringen und ich werde mit meinem Nissan alleine weiterreisen.

5. Juli Darwin  79km  effektive Fahrzeit 2h   

Stadtbesichtigung. Ich habe mir eine neue Digitalkamera gekauft. Das Ding ist echt der Hammer. Futjifilm mit 10 Fach optischem Zoom und 57 Fach Digital. Eine Art Spiegelreflex, das Objektiv ist aber nicht auswechselbar.

 

6. Juli Darwin  34km  effektive Fahrzeit 1h

                                                           

Claudia verlässt mich

 

7. Juli Darwin 103km  effektive Fahrzeit 2h 30min 

Ich treffe Timo, er hat auch ein Patrol und wir kommen ins Gespräch. Am Nachmittag gehe ich auf die Krokodil Farm wo das Krokodile von Crocodile Dundee zu sehen ist und eines, von weltweit 3, weisses Krokodil.

 

8. Juli Darwin  28km  effektive Fahrzeit 1h 

NTR  

9. Juli Darwin  15km  effektive Fahrzeit 25min  

Ich habe beschlossen ein Stück meiner Reise zusammen mit Timo (Germany) zu machen. Wir sind seit gestern auf der Suche nach weiteren coolen Leuten die uns begleiten wollen. In den verschiedenen Backpackers haben wir eine Anzeige aufgehängt und unsere Telefone klingeln den ganzen Tag. Es ist aber nicht einfach, denn die Mitreisenden sollten ja auch sympatisch sein. Jedenfalls haben sich ein Schotte, eine Deutsche und eine Irländerin bereits dazu entschlossen mit uns die Westküste zu erkunden. Der Weg führt uns durch den Kakadu und Litchfield Park nach Westen in Richtung Kimberlys. Dann solls weiter nach Broome und Perth gehen. Tja, wir werden sehen. Timo ist erst vor 2 Wochen angekommen und hat seine 7 Sachen noch nicht beisammen. Wir versuchen ein „second hand“ Funkgerät zu organisieren, damit wir während der Fahrt auch kommunizieren können. Am Mittwoch soll es losgehen.

10. Juli Darwin  36km  effektive Fahrzeit 1h 10min 

Nichts neues..... telefonieren, besprechen und organisieren. Wir beziehen den Campingplatz in der Nähe der Stadt. Meine 2te Autobatterie lädt nicht mehr richtig. Das heisst evtl. ist sie einfach schon so weit unten und ich fahre zu wenig. Evtl. könnte aber auch das Relais defekt sein. Ich rufe John an um die Nummer von Jan zu bekommen. Mit Jan diskutiere ich über das Problem und ich entscheide mich morgen ein Batterieladegerät zu kaufen, in der Hoffnung das sich das Problem damit löst. Das Essen in der Fridgebox ist nämlich inzwischen aufgetaut.

11. Juli Darwin  90km  effektive Fahrzeit 2h 15min  

Ich kaufe mir ein Batterieladegerät und lade die 2te Batterie. Wir verbringen wiederum den ganzen Tag mit Vorbereiten. Wir entschliessen uns noch einen Deutschen mitzunehmen. Ich hoffe nur das dies gut kommt. Irgendwie bin ich etwas skeptisch. Na was solls.... wir werden sehen.

 

12. Juli Darwin  58km  effektive Fahrzeit 1h 23min 

Heute wollten wir eigentlich mit unserer Reise starten. Da wir aber noch immer nicht mit allem so weit sind wie wir das gern hätten, beschliessen wir nochmals einen Tag in Darwin zu bleiben. Am Morgen baue ich das UHF Funk in Timos Wagen und am Nachmittag heisst es „Einkaufen“. Um den Tag so richtig ausklingen zu lassen, beschliessen wir noch ins Pub zu gehen. Am Abend heisst es dann Probeschlafen, denn nun ist unser Trupp komplett und wir befinden uns alle auf dem Campingplatz.

 

 

13. Juli Darwin – Litchfield – Coroboree  308km  effektive Fahrzeit 5h

 

 

Heute geht’s los. Nach kurzer Fahrt, kommen wir im Litchfield National Park an. Dieser hält ein paar schöne Plätzchen bereit. Es befinden sich viel Wasserfälle hier. Leider ist aber alles von Touristen überfüllt und mir gefällt es nicht wirklich. Wir nehmen dann die Abkürzung in Richtung Coroboree wo ich den Campingplatz schon kenne. Wir fahren auf einer nicht asphaltierten Strasse in die Nacht hinein. Das fahren bei Nacht macht mir Spass und ich geniesse die Atmosphäre.

 

 

14. Juli Coroboree – Ubirr  282km  effektive Fahrzeit 3h 23min

Unser heutiges Ziel heisst Ubirr wo ich mit Timo Fischen will. Unterwegs machen wir noch einen kleinen Abstecher ins 4 Mile Hole. In Ubirr angekommen machen sich Timo, Màire und ich auf den Weg zum fischen. Wir haben aber kein Glück und machen uns schon bald auf den Weg zum Campingplatz wo wir unser Nachtlager aufstellen.

15. Juli Ubirr – Cooinda  218km  effektive Fahrzeit 3h 40min 

Am Morgen wollen wir es nochmals versuchen. Timo, Màire und ich gehen fischen. Schon nach ein paar Minuten beisst bei mir einer zu !!! Leider ist der Baramundi nur 27cm und ich muss ihn zurück werfen. Màire schaut uns noch etwas zu bevor sie in der warmen Morgensonne einschläft. Die anderen 3 machen sich inzwischen auf den Weg zu den berühmten Felsmalereien der Aboriginies. Ahnschliessend machen wir uns auf in Richtung Jim Jim Falls. Jetzt ist sogar der Walking Track bis zu den Falls und dem Pool offen und wir geniessen die eiskalte Abkühlung. Wir fahren dem Sonnenuntergang entgegen Richtung Cooinda. Ich bin vom Anblick so fasziniert, dass ich neben der Strasse anhalte und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Ueber Funk rufen uns dann die anderen.... wir sollen doch endlich kommen! In Cooinda entscheiden sich Timo und ich kurzerhand für ein Container mit Kajüte Bett, da uns letzte Nacht die Moskitos fasst aufgefressen haben.

16. Juli Cooinda – Kathrine Gorge  336km  effektive Fahrzeit 4h 

Auf dem Weg Richtung Pine Creek möchten wir noch einen Abstecher zu den Maguk Falls machen. Plötzlich befinden wir uns vor einem grossen Wasserloch mit ahnschliessendem matschigen Sand. Ich schalte den 4WD zu und fahre durch. Geschafft! Nach ein paar hundert Metern frage ich per Funk nach Timo. Er hat sich schon im Wasserloch festgefahren und ich drehe um, um ihm zu Hilfe zu kommen. Alle sind schon am schieben und Steine und alles mögliche am unterlegen. Ich schaue kurz hin und sage..... Hey, your 4WD is not working. Jedenfalls sieht es so aus das seine Hubs an der Vorderachse defekt sind und ich ziehe ihn etwas Vorwärts. Mit Anlauf schafft er es dann wieder zurück aus dem Wasserloch. Jupiiiiii wir habe es geschafft. Leider heisst es aber kein Maguk und wir fahren weiter bis nach Kathrine Gorge wo wir das Nachtlager aufschlagen. Wir wollen Morgen in Kathrine die Automechaniker abklappern um zu sehen, was wir mit Timos Auto machen können. Nach dem Essen rechne ich allen vor was die Reise bis Broome kosten wird und wie viel Diesel wir brauchen werden. Timo und ich sind über die Momentane Situation nicht so glücklich, denn die anderen (ausser Màire) drehen jeden Cent um und sagen sie können sich dies und das nicht leisten. Das heisst nur 2 mal in der Woche Fleisch .... und und und. Jedenfalls hat es mir dann den Nuggi rausgehauen als der eine sagte wir sollen doch schauen, dass wir möglichst günstig Tanken und so weit wie möglich fahren sollen und doch auch die Kanister vom Dach, wo ja der günstige Diesel von Darwin noch drin ist, benutzen sollen. Der absolute Hammer war dann aber die Deutsche! Sie sagte zu mir ich solle doch die Klimaanlage ausschalten und die Fenster öffnen....... es würde reichen und der Dieselverbrauch wäre geringer !!!!!!!!!!!!!! Ok...... ich kläre alle auf welche Kosten Timo und ich am Wagen tragen. Sie zahlen ja nur einen Teil an den Diesel. Das Gruppengespräch war nötig und ich denke und hoffe, dass nun diese Diskussionen wegbleiben.

17. Juli Kathrine  125km  effektive Fahrzeit 2h 30min 

Schon am frühen Morgen machen sich Timo und ich auf den Weg nach Kathrine. Der erste Automech., gibt uns eine Adresse an wo wir es versuchen sollen, denn Neuteile sind nicht verfügbar und zu teuer. Unglaublich und fasst nicht zu glauben aber der eine 4WD Spezialist hat doch tatsächlich einen Patrol zum ausschlachten und sagt er könne uns diese auch einbauen. Wir lassen den Wagen stehen und machen uns auf in die Stadt. Ich nutze die Chance und checke meine Mails und wasche meine Wäsche im Laundry Shop. Am Nachmittag machen wir uns auf zum nahegelegenen Fluss wo wir wiederum fischen. Na ja..... bei mir beisst wieder einer! Wieder etwa 27cm, aber diesmal kein Baramundi. Zurück ins Wasser mit dir. Später holen wir dann den Wagen ab. Es hat alles geklappt und wir müssen natürlich den 4WD gleich ausprobieren. Am einfachsten im Sand am Fluss. Diesmal auf der anderen Seite etwas weiter oben. Ok, ich muss ja nicht sagen, dass wir natürlich die Chance nutzen und unsere Angelruten rausholen. Als ich dann wiederum einen kleinen Baramundi raushole, meint Timo..... er müsse es wahrscheinlich auch mal mit anderen Ködern versuchen.... Smile.....  Wir kommen erst spät zum Campingplatz zurück und die anderen haben bereits gegessen. Macht nichts..... wir haben uns Fleisch gekauft und machen dies auf dem BBQ. Als dann alle zu Bett gehen, sitze ich mit Mora auf der Bank und wir diskutieren bis spät in die Nacht.

18. Juli Kathrine – Kununurra  541km  effektive Fahrzeit 6h 11min 

Heute geht’s weiter. Während die einen Einkaufen, Waschen und oder ins Internet gehen, macht sich Babsi auf den Weg zum Doktor. Sie hat Schmerzen im Oberschenkel und ist beunruhigt. Leider ist kein Arzt da der Zeit hat. Wir entschliessen uns sie ins Spital zu fahren und fahren unterdessen zu den Cutta Cutta Caves. Dummerweise sind wir aber schon so spät dran, dass die nächste Führung erst am nächsten Morgen stattfindet. Wir holen Babsi vom Spital ab. Alles i.O., nur ein Nerv eingeklemmt. Als wir dann am späten Nachmittag losfahren, wird es auch schon bald Dunkel. Timo und ich möchten aber noch ein Stück fahren, da wir doch schon recht viel Zeit verloren haben. Ich geniesse die Fahrt, hänge meinen Gedanken nach und beobachte den Sonnenuntergang. Nach 3-4h ist Timo recht müde und ich versuche ihn über Funk wach zu halten. An der Grenze zu Western Australia, werden unsere Wagen nach Früchten und Gemüse durchsucht, da hier so eine Art Quarantaine ist. Etwa 15km vor Kununarra fahren wir ein kleines Stück von der Strasse weg und schlagen unser Lager auf. Da es schon mitten in der Nacht ist, schlafen alles schon nach kurzer Zeit und ohne zu Essen. Ich mache mir ein Lachssandwich und geniesse den Unbeschreiblichen Sternenhimmel. 1000ende Sterne und die Milchstrasse funkeln in der schwarzen Nacht.

19. Juli Kununurra – Home Vally  163km  effektive Fahrzeit 2h 49min 

Am Morgen kaufen wir in Kununurra nochmals Proviant ein und dann geht’s ab in die Kimberlys. In El Questo machen wir eine kurze Rast und dann geht’s weiter Richtung Home Vally. Am späteren Nachmittag halte ich nochmals an und geniesse das „Nichts“, in der Ferne ist ein Canyon zu sehen. Aber die Ruhe ist schon bald vorbei als Timo ein paar Minuten später ankommt. Yeap...... war nichts mit geniessen. Nach der Pause sage ich ihm er soll doch schon mal weiterfahren, dass ich diesen Moment noch etwas geniessen kann. Ich lege mich auf den Boden und geniesse. Just relax.... Es geht nicht lange und Màire, die heute mit mir fährt, legt sich auch auf den Boden. Ich mag sie, ich kann mit ihr da sitzen und wir geniessen einfach die Stille und den Moment. Ich weiss nicht ob ihr verstehen könnt was ich meine. Ich glaube man muss diese weite und leere erlebt haben um es verstehen zu können. Ich hänge wieder einmal meinen Gedanke nach. Was ? Mmmmh..... über den Sinn des Lebens. Was habe ich für Ziele, was erwarte ich vom Leben. Ich merke wie ich mich in den letzten 12 Monaten verändert habe und ....... Tja, ich glaube das gehört im Moment nicht zu meinem Trip Log. Ein kleines Stückchen weiter wartet Timo vor einer grösseren Flussdurchquerung auf mich. Er möchte den Reifendruck wieder erhöhen und braucht meine Pumpe. Da wir eine Zeitumstellung hatten, wird es schon Dunkel und wir entschliessen, hier zu Campen. Ich lasse die Luft aus den Reifen und fahre im Sandigen Flussbett etwas von der Strasse weg. Ja ja.... ein paar Meter weiter wars dann soweit und ich hab mich wiedereinmal festgefahren. Ich lasse halt fast alle Luft aus den Reifen und so komme ich auch wieder raus. Wir machen ein Lagerfeuer und geniessen Abend unter dem unbeschreiblich klaren Sternenhimmel.

20. Juli Home Vally – Drysdale River  250km  effektive Fahrzeit 4h 16min 

Am Morgen heisst es erst mal die Sonne geniessen und ich lege mich in den schon warmen Sand. Unterdessen fängt Timo 3 Fische im nahegelegen Fluss. Ahnschliessend nimmt er diese aus und wir verstauen die Fisch Filet im Gefrierer. Gegen Mittag heisst es dann raus aus dem Sand und natürlich wieder Luft rein in die Reifen. Leider ist aber meine elektrische Pumpe nicht genug Stark um alle Reifen von beider Autos aufzupumpen und sie geht in die Brüche (Überhitzung). Im nahegelegenen Home Vally pumpen wir die Reifen, mit Hilfe eines Kompressors, wieder auf. Der ganze Spass kostet uns doch tatsächlich noch 10 Bucks. Die Fahrt geht dann weiter in Richtung Drysdale River. Nach einer Flussdurchquerung halte ich an und geniesse mit Màire die Stille und den Sonnenuntergang. Dummerweise bemerke ich erst zu spät, dass ich das Licht bei meinem 4WD nicht ausgeschalten habe. ....... er läuft jedenfalls nicht mehr an. Ich suche mein Überbrückungskabel um die 2te Batterie anzuhängen. Im selben Augenblick nähert sich ein Fahrzeug und ich halte dieses an, da es einfacher ist von einem anderen Fahrzeug. Nacht kurzem ist es geschafft und es geht weiter. Da wir die Zeit total vergessen haben sind die anderen schon über alle Berge und mit dem Funk ist schon lange nichts mehr zu machen. Ich bin unterdessen auch schon recht müde wir machen 2-3 Pausen. Mit grosser Verspätung kommen wir in Drysdale River an wo die anderen sich schon auf die Suche nach uns machen wollten. Ok, ich muss hier ja nicht erwähnen das sie nicht gerade glücklich waren, nur Timo hat es gelassen genommen.

21. Juli Drysdale River – Mt. Barnett  195km  effektive Fahrzeit 3h 25min 

NTR

22. Juli Mt. Barnett – Silent Grove  113km  effektive Fahrzeit 2h 13min 

NTR

23. Juli Silent Grove – Windjane Gorge  172km  effektive Fahrzeit 3h 

Während der Fahrt auf der Gibb River Road, fange ich mir doch vorne rechts einen Plattfuss ein. Timo hat immer gesagt, dass die Gibb River Road Reifen frisst. Ich glaube ihm jetzt......  die Steine sind Messerscharf. Tja.... der Reifen sieht nicht gut aus und ich bin mir nicht sicher ob man ihn reparieren kann. Da ich ja noch ein 2tes Rad dabei habe, werde ich mich aber erst in Broome darum kümmern. Die Landschaft mit ihren vielen Schluchten und in der Sonne rot glühenden Canyons ist unbeschreiblich. Mir fehlen die Worte !

24. Juli Windjane Gorge – Derby  239km  effektive Fahrzeit 3h 40min 

Am Morgen machen wir einen Ausflug in die Windjane Gorge. An den Felsen kann man Fossilien sehen und im River hat es etliche Fresh Water Crocodiles. Gegen Mittag fahren wir weiter bis zum Tunnel Creek National Park wo wir den Tunnel Creek besichtigen. In der Schlucht, beziehungsweise in der Höhle, können wir schlafende Bats bewundern. Die anschliessende Fahrt in Richtung Derby ist ..... im Moment kommen mir keine Deutschen Wörter in Sinn. Ich merke wie ich mit dem Deutsch mühe habe wenn man den ganzen Tag englisch Spricht. ..... incredible, just great, denn wir fahren direkt dem Sonnenuntergang am Horizont entgegen. In Derby angekommen entschliessen wir uns hier auf dem Campingplatz zu bleiben und erst Morgen nach Broome weiter zu reisen. In Broome werden uns 3 Leute verlassen. Steve der Schotte und Daniel und Babsi aus Deutschland. Sie haben zu wenig Geld und oder möchten schneller weiterreisen. Für uns heisst das, dass wir noch mindestens eine Person organisieren müssen für die Fahrt in Richtung Perth. Na ja, ..... wir werden sehen.

25. Juli Derby – Broome  260km  effektive Fahrzeit 4h 

Na ja.... die Gibb River Road hat es ja so richtig in sich gehabt. Am Morgen an der Tankstelle bemerke ich..... ich wollte eigentlich den Oilstand prüfen, dass der halbe Motor mit Oil verschmiert ist. Das Leck ist schnell gefunden und ich versuche den Hochdruckschlauch von der Servolenkung abzudichten und fülle neue Servoflüssigkeit in den Behälter. Ich bin der Meinung, dass es bis Broome OK sein sollte. In Broome angekommen laden wir Steve, Daniel und Babsi im Backpacker ab und suchen uns einen Campingplatz. Timo und ich sind irgendwie erleichtert, denn es war nicht immer einfach. Am Campingplatz angekommen, springt mein Patrol nicht an und Timo und Màire schieben mich an. Ich lade die Batterie über Nacht auf und werde morgen weiter sehen.

 

26. Juli Broome   44km  effektive Fahrzeit 1h 30min 

Die Batterie gibt am Morgen nochmals ihr Bestes bis es dann im Shoppingcenter heisst „no chance“. Als ich mit dem Überbrückungskabel in der Hand so da stehe, hält auch schon eine nette Dame an und fragt ob sie helfen könne. Ich fahre dann zum Batterie World Shop und kaufe mir eine neue 560A für 130.-. Ich bin mir nicht ganz sicher und habe das Gefühl, dass der Alternator nicht mehr die volle Leistung bringt. Na ja, ich werde sehen. Danach geht’s zum Tyre Discount wo ich wegen einem Reifen schaue. Er schaut meinen Reifen an und wir betrachten das gewaltige Loch in der Mitte der Lauffläche. No Chance ! Er offeriert mir einen neuen Reifen inkl. Montage für 180.-, ich zögere und er meint ok, 160.-, ich bin dabei. Während er den Reifen wechselt, wechsle ich die Batterie. Màire hilft mir mit den Rädern und Timo schaut sich um für neue Reifen für sein Wagen. Wir sind ziemlich lange dort und quaseln mit dem Händler. Wir quartieren uns in einem günstigern Caravan Park ein und fahren zur Cable Beach um den Sonnenuntergang zu geniessen. Am Abend kochen wir Pasta und kommen ins Gespräch mit der Eigentümerin, die uns einen Automech. empfiehlt. Sie will ihn am Morgen anrufen.

 

27. Juli Broome  44km  effektive Fahrzeit 2h 40min 

 

Schon früh geht’s los. Der Autohändler / Mech. würde sich gleich um meinen Wagen kümmern und so mache ich mich auf den Weg. Der Schlauch für die Servolenkung ist schnell durch einen Second Hand ausgetauscht. Wir bemerken, dass der Dieselverteiler Injector leckt. Der Diesel tropft nur so raus. Ok, ich lasse den Wagen da und Timo holt mich ab. Ab Nachmittag dann das Tel. sie konnten die Dichtung auswechseln und hatten zufälliger Weise eine an Lager. Jupiiiiiiiii wir haben nämlich schon mit 2-3 Tagen Verzögerung gerechnet. Am späteren Nachmittag fahren wir zur Warf um unser Glück beim Fischen zu versuchen. Jetzt müssen wir nur noch einen oder zwei weitere Passagiere finden. Ich habe heute mit Timo nochmals die Route besprochen und wir diskutierten mögliche Varianten, da wir nicht unbeschränkt Zeit haben. Timos Freundin kommt am 16. September in Cairns an. Evtl. ändern wir die Route erneut und fahren nicht bis nach Perth sonder direkt nach Wiluna, von wo wir den Gunbarrel Highway bis nach Alice Springs fahren. Wir müssen aber nochmals ein Brainstorming machen und die Zeit kalkulieren. Als wir am Abend das BBQ zubereiten, steht Timo schon im 25m Schiesstand und möchte sein können mit der Sportpistole probieren. Für 15.- können Gäste 50 Schuss schiessen. Er ruft mir zu, ich solle doch auch mitmachen. Ich zögere und lasse mich dann doch dazu überreden. Nachdem ich irgend ein Blatt unterzeichnet habe und bezahlt habe, bekomme ich eine Leihwaffe. Das Ding sieht schon sehr alt aus und ist wahrscheinlich nicht die Präziseste. Ok... es geht los. Was soll ich sagen...... ich glaube der Pistol Club in Broome denkt jetzt, dass die Schweizer spinnen. Ist wahrscheinlich selten, dass ein Besucher mit einer Leihwaffe besser ist als alle Mitglieder..... smile.......

 

28. Juli Broome  5km  effektive Fahrzeit 9min 

 

Wir treffen Kim aus Holland und 2 Girls aus Deutschland die mit uns Reisen wollen. Die 2 Deutschen Girls passen uns eigentlich nicht, sie sind sehr zurückhaltend und sprechen mit uns Deutsch. Als sie uns dann kurze Zeit später per SMS absagen, sind wir eigentlich froh. Am Nachmittag geht’s dann zur Krok Farm von Malcom Douglas. Timo kanns kaum erwarten, denn er hat früher alle Malcom Douglas Serien im TV gesehen. Am Abend treffen wir Sofie, eine Kollegin von Màrie, welche eventuell mit uns Richtung Perth mitkommen möchte. Natürlich geht’s dann noch zum Hafen, wo wir unser Nachtessen fangen möchten. MMmmmmh..... der Fisch war wirklich lecker.

29. Juli Broome  28km  effektive Fahrzeit 40min 

Den heutigen Tag verbringen wir mit Vorbereiten. Am Nachmittag geht’s noch kurz zum Cable Beach, wo wir den Strand und das Meer geniessen. Am Abend heisst es dann Fischen. Ich sehe eine Wasserschildkröte und einen Stingray (Rochen).  

30. Juli Broome – 80 Mile Beach  384km  effektive Fahrzeit 4h 10min 

Wir machen uns auf den Weg. Wir sind jetzt zu fünft. Kim, die Holländerin und Sofie die Belgierin haben sich entschlossen mit uns zu fahren.

31. Juli 80 Mile Beach – Port Headland  302km  effektive Fahrzeit 3h 50min 

Wir machen an der Küste halt um etwas zu Fischen. Ich komme ins Gespräch mit einem anderen Fischer. Kurze Zeit später fängt er einen kleinen Hai und fragt mich, ob wir ihn haben wollen. Ich rufe Timo, der vom Hai sofort begeistert ist. Ok, heute wird es dann wohl Hai zum Abendessen geben. Ich gebe zu, er war nicht schlecht. Timo hat das Mass mit dem Salz aber noch nicht so ganz im Griff.

01. Aug. Port Headland – Munjina  331km  effektive Fahrzeit 4h 

Gestern hat Timo bemerkt, dass er beim vorderen Differential Oil verliert. Er macht sich auf die Suche nach einem Automech.. Es sieht nicht gut aus, das Diff. hat einen Riss und muss geschweisst werden. Zudem kommt zum Vorschein, dass die Silent Blöcke gerissen sind. Das heisst das muss in nächster Zeit auch gemacht werden und bis dahin sollten wir möglichst wenig Offroad fahren. Da wir in Port Headland ziemlich viel Zeit verloren haben, fahren wir bis ca. 8 Uhr Abends und fahren ein kleines Stück von der Strasse weg um unser Nachtlager aufzuschlagen. Heute ist Swiss National Day und Timo hat als Überraschung Crevetten gekauft, die wir auf dem Feuer zubereiten. MMMMmmmmhhhhh....... lecker. Leider gabs für mich kein Feuerwerk aber dafür konnte ich Sternschnuppen sehen. Die sieht man hier nämlich ohne sich darauf zu achten.

02. Aug. Munjina – Waeno  136km  effektive Fahrzeit 2h 20min 

Tja.... heute heisst es wiedereinmal „flat batterie“ mein Patrol springt nicht an. Die Batterie ist ja neu ....... also muss auch der Alternator nicht mehr die volle Leistung bringen, was ich schon vermutet habe. Nicht so Schlimm..... der Karijini National Park mit seinen unglaublichen Schluchten und Wasserfällen macht alles wieder wett. Wir verbringen fasst den ganzen Tag in einer der Schluchten wo wir Schwimmen und relaxen.

03. Aug. Waeno – Knox Gorge  23km  effektive Fahrzeit 35min 

Wir verbringen wiederum den ganzen Tag in einer Gorge wo wir eine Wanderung machen. Zwischendurch müssen wir um weiterzukommen schwimmen. Waaaeheheh..... das Wasser ist eiskalt. Es gibt dann auch noch einige Kletterpassagen welche uns wieder aufwärmen. Falls jemand von euch mit dem Schwierigkeitsgrad etwas anfangen kann..... es handelte sich um einen Walk vom Level 5. Das heisst, Level 6 ist nur mit Kletterausrüstung und Abseilen zu bewältigen.

04. Aug. Knox Gorge – Cheela Plains  270km  effektive Fahrzeit 3h 40min 

Heute heisst es Knox Gorge Besichtigung. Der Abstieg ist ziemlich steil und ich denke mir schon, dass wir da wieder hoch müssen. Gegen Abend fahren wir dann nach Tom Price und weiter Richtung Exmouth. In Cheela Plains halten wir an um unser Nachtlager aufzuschlagen. Es ist die 4 Nacht in der Wildnis ohne Dusche.

05. Aug. Cheela Plains – Exmouth  472km  effektive Fahrzeit 5h 15min 

Nach einer langen fahrt kommen wir in Exmouth an. Da alle Campingplätze bereits ausgebucht sind, beschliessen wir im Hostel / Backpacker zu übernachten. Da hat es auch Waschmaschinen, Strom und Internet. Kim hat ein Tauchgang gebucht und wird den morgigen Tag mit Tauchen verbringen.

06. Aug. Exmouth  11km  effektive Fahrzeit 30min 

Wir verbringen den Tag mit Schlafen und Waschen. Gegen Abend geht es dann noch kurz zum Strand bevor wir der Abendessen zubereiten. 

 

07. Aug. Exmouth  27km  effektive Fahrzeit 1h 

 

Am Morgen suche ich den Autoelektriker um zu fragen ob er ein Second Hand Alternator hat. Er meint er müsste zuerst schauen was es ist. Ahnscheinend haben die Patrols öfters Probleme mit dem Alternator. Ok, ich mache mit ihm einen Termin für Morgen ab, da er heute keine Zeit mehr hat. Termin: 07:00 !!! Ok, dann heisst es wohl früh aufstehen. Den Rest des Tages verbringe ich in Internet Cafe um meine Homepage upzudaten und um Mails zu schreiben.

08. Aug. Exmouth – Ningaloo  164km  effektive Fahrzeit 4h 10min 

Morgens um 7en stehe ich beim Autoelektriker und erkläre ihm nochmals das System und meine Vermutung. Er meint ich solle um 10 Uhr wieder kommen. Als ich wieder erscheine und er mir die ausgebauten Teile zeigt, bin ich erleichtert, denn er musste nicht den ganzen Alternator wechseln. 2 Dioden sind durchgebrannt und die Bürsten und Lager hat er ersetzt. Kostenpunkt.... 253.- AUD. Jupiiiiiiiiiii !!!! Hätte schlimmer sein können. Also nichts wie los Richtung Küste, wo wir auf einem 4WD Track der Küste nach fahren. Gegen Abend finden wir ein schönes Plätzchen wo wir unser Nachtlager direkt auf einer Düne an der Küste aufschlagen.

09. Aug. Ningaloo – Coral Bay  47km  effektive Fahrzeit 1h 28min 

Ich kann mich kaum mehr bewegen..... mein Nacken und meine linke Schulter schmerzt..... wahrscheinlich von der schlechten Matratze in Exmouth. In Coral Bay machen wir halt. Kim will am Freitag einen Tauchgang machen.

10. Aug. Coral Bay – Carnarvon  240km  effektive Fahrzeit 2h 40min 

Heute sind meine Nackenschmerzen wie weggezaubert...... endlich !!! Wir beschliessen Schnorchel Equipment zu mieten, um in Coral Bay Schnorcheln zu gehen. Wooooooow..... die Korallen und die vielen Fische !!! Can’t find any words for that !!! Anyway, I saw a little Reef Shark. Later, as we were sitting on the beach….. fortunately a Dolphin swam near the beach, just about 10m away ! 

11. Aug. Carnarvon – Murchison River  644km  effektive Fahrzeit 6h 30min 

Auf dem Weg Richtung Kalbarri Nat. Park, möchte ich einen Abstecher zum „most westerly point“ machen. Wir fahren etwa 100km auf einer Gravel Road bevor die Hinweistafel (Privat Road, 22.- Fee per Vehicel) kommt. Wir entschliessen uns umzudrehen, weil wir die Taxen nicht zahlen möchten. Gegen Abend prüfe ich nochmals die Ladespannung meines Alternators. Ich bin etwas besorgt, denn er lädt nur mit 13.2V. Unser Nachtlager stellen wir am Murchison River auf.

12. Aug. Murchison River – Geraldton  269km  effektive Fahrzeit 3h 45min 

Die heutige Route heisst, Kalabarri Nat. Park, in welchem sich wiederum Gorges befinden. Da wir aber schon so viele Gorges gesehen haben, entschliessen wir uns diese nicht näher zu betrachten und fahren weiter bis zur Küste wo es wunderschöne Cliffs hat. Dann geht es weiter nach Geraldton, es beginnt zu regnen und wir können einen wunderschönen Sonnenuntergang geniessen.

13. Aug. Geraldton – Perth  472km  effektive Fahrzeit 5h 38min 

In Geraldton angekommen, entschliessen wir uns einen ungeplanten Abstecher nach Perth zu machen. Es ist schon etwas komisch wenn man schon so lange nicht mehr in einer Grosstadt gewesen ist. Trotzdem geniesse ich den City Lifestyle. Übrigens der Alternator lädt seit gestern wieder normal und ich hoffe das es auch so bleibt.... smile.

14. Aug. Perth 38km effektive Fahrzeit 1h 10min

Den heutigen Tag verbringen wir mit Stadtbesichtigung. In Scarborough finden wir ein gemütliches Backpacker. Es hat sogar Wireless LAN, wo ich am Abend meine Homepage update.

15. Aug. Perth 38km effektive Fahrzeit 1h

NTR

16. Aug. Perth 41km effektive Fahrzeit 55min

Am Morgen heisst es für mich wiedereinmal Haare schneiden. Danach machen wir uns auf den Weg in Richtung Zoo. Später geht es wieder in die Stadt und auf dem Rückweg geht es noch zum Car Wash.

17. Aug. Perth – Cervantes 305km effektive Fahrzeit 4h

Am Morgen machen wir uns auf den Weg zum Auto Museum in Fremantel, wo wir ein paar eindrückliche Exemplare besichtigen können. Unter anderem ist der älteste Käfer Australiens ausgestellt. Es ist einer von den ersten 4000, die produziert wurden. Ahnschliessend machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung Norden, wo wir in Cervantes übernachten.

18. Aug. Cervantes – Geraldton 287km effektive Fahrzeit 4h 40min

Kurz vor dem Mittag machen wir uns auf den Weg zum Pinnacles Desert Park. Pinnacles sind Sandsteinartige Feslen, die wie Termitenhügel aus der Erdoberfläche herausragen. Der genaue Prozess ist zu kompliziert um ihn hier zu beschreiben. Im Anschluss fahren wir der Küste entlang in Richtung Geraldton.

19. Aug. Geraldton 48km effektive Fahrzeit 1h 30min

Heute heisst es Shopping und Besprechen. Die Permits um den Gunbarrel Hwy zu befahren sind inzwischen bereit und ich kann mich vor Freude kaum mehr beruhigen. Wir beschliessen, dass wir von Geraldton nach Wiluna fahren und von dort den nördlich gelegenen, unteren Teil der Canning Stock Route, befahren. Dann soll es nach Glen Ayle gehen und von dort Richtung Carnegie zum Gunbarrel.

20. Aug. Geraldton – (Wiluna) 656km effektive Fahrzeit 7h

ES GEHT LOS !!!!!!!!!!!!!!!

Alles verläuft nach Plan und wir fahren gegen Mittag ab. Auf meinem Dachträger, transportiere ich 80l Diesel und ca. 90l Wasser. Das sollte genügen. Die heutige Fahrt dauert lange und gegen 9 Uhr, es ist schon lange dunkel, machen wir ca. 40km vor Wiluna halt, um unser Nachtlager aufzuschlagen.

21. Aug. (Wiluna) – Windich Springs Well 4A 260km effektive Fahrzeit 6h 15min

Am Morgen geht die Fahrt auf der Gravel Road weiter Richtung Wiluna. Die letzten paar Kilometer bestehen zur Zeit aus einer Baustelle und es hat ein schmaler Pfad neben der Strasse. In Wiluna angekommen steht Timo bereits beim Mechaniker mit 2 platten Reifen. Als ich dann da stehe, bemerken wir, dass auch einer meiner Reifen Luft verliert. So heisst es dann auch für mich Radwechsel. Schon bald geht es dann aber los in Richtung Norden zur legendären Canning Stock Route aber zuvor melden wir uns bei der Lokalen Polizei Station ab und füllen einen Travel Report aus. Bei der Abzweigung angekommen, bemerke ich, dass mir ein Zusatzfrontscheinwerfer fehlt. Ja, es hat wirklich viele Corrugations und es hat nur so geschüttelt und gerüttelt. 5 Minuten später halte ich an uns lasse einen grossen Teil meiner Luft aus den Reifen. So vermindere ich die Gefahr von einem erneuten Loch im Reifen. Nach langsamem vorankommen, finden wir vor uns den ersten Well. Es ist Well 3. Die Brunnen sind vor langer Zeit erstellt worden um die Wasserversorgung der Herden zu sichern. Teilweise sind die Brunnen wieder instandgesetzt worden von 4WD Clubs oder sonstigen 4WD und traveler Freaks. Ich möchte auch hier nicht im Detail beschreiben was es bedeutet auf der Canning Stock Route (CSR) und oder auf dem Gunbarrel Hwy zu fahren. Falls es jemand interessiert, solll er doch bitte im Internet nachschauen. Jedenfalls kommen wir nur langsam voran und am Abend, kurz bevor wir unser Lager aufschlagen möchten, fängt sich Timo wieder ein Platten ein. Es ist der 3 Reifen an einem Tag.

22. Aug. Windich Springs – Glenayle 172km effektive Fahrzeit 4h 10min

Den heutigen Tag verbringen wir auf der CSR an den verschiedenen Well’s vorbei bis zur Nr. 9 wo sich dann die Abzweigung, es handelt sich um einen private track, in Richtung Glen Ayle Farm befindet. Am Ende des private tracks nimmt Timo übers UHF Kontakt mit uns auf und meint, dass wir den Abzweige Richtung Outback Backpackercamp nehmen sollen, er warte bereits da. Wir sind nicht sicher ob wir ihn richtig verstanden haben. Ein Backpackercamp hier im Outback. Da kann ja wohl etwas nicht stimmen. Nach 3 Km sehen wir dann von weitem ein kleines Zelt Lager und ein paar Wohnwagen. In der nähe steht auch noch ein kleines Flugzeug und wir trauen unseren Augen nicht als wir Timo und Kim mit einem Kühlen Getränk in der Hand sehen. Wir steigen aus und da kommt auch schon einer angerannt und meint: Hey, I’m Shane, how are U ? Cold Beer ? ....... MMMMmmhh. OK, wir wissen im ersten Moment nicht was wir sagen sollen und ich schaue mich etwas um. In einem Zelt stehen ein paar Laptops und im anderen Zelt läuft ein riesiger TV. Dann stehen auch noch ein paar Antennen rum. Ich lasse mir später alles genau erklären. Es handelt sich um eine Firma (GPX), die per Luftmessungen den Boden Messen um für die grossen Minen Firmen Karten zu erstellen. Das Backpacker Schild hatten sie aus Spass angebracht und wir sind ihre ersten Besucher. Wir essen mit den Jungs Dinner und stehen beim Lagerfeuer mit einem Kaffe und oder Bier.

23. Aug. Glenayle – Everard Junction (GB – CSR) 374km 5h 30min

Am Morgen gibt es eine Dusche im Duschwohnwagen. Wooow, das tut gut ! Wir verabschieden uns und machen uns auf den Weg Richtung Glen Ayle Farm und weiter nach Carnegie. Der Dirt Track ist in einem sehr guten Zustand. Trotzdem fängt sich Timo einen grösseren Stein und einen Platten ein. Mit meinem Reifenflickzeug, mache ich mich an die Arbeit und flicke den Reifen, welcher gestern kaputt ging. In Carnegie lässt Timo dann das grössere Loch flicken. Ich halte Timo nochmals an, er solle doch mit etwas weniger Reifendruck fahren. Irgendjemand hat ihm gesagt er solle nicht tiefer wie 2,7 bar gehen. Mmmhh.... Ich fahre mit V:1,8 H: 2 bar. In Carnegie sagt man uns wenn wir ein Permit haben, sollen wir doch das Teilstück des alten Gunbarrel auch machen und wenn jemand fragt (man bräuchte eine spezielle Bew.), einfach sagen wir sprechen nicht gut English, wir haben ja eine Bewilligung. Ok, ich finde diese Idee super und bin sofort begeistert. Juppiiiiiieee wir fahren den ganzen Gunbarrel !!! Wir füllen unsere Tanks auf und machen uns auf den langen Weg. Ich mache halt an der Everard Junction, von wo es dann morgen weiter gehen soll.

24. Aug. Everard Junction – (Mangi Rockholes) 145km effektive Fahrzeit 3h 30min

Heute lernen wir denn Gunbarrel Hwy so richtig kennen. Wir kommen nur sehr langsam, denn es hat verdammt viele Auswaschungen und zum Teil grosse Schlaglöcher die man umfahren muss. Dazwischen kommen immer wieder längere Stücke Wellblech Piste und es schüttelt und rüttelt was das Zeug hält. Ich komme auch noch in den Genuss ein Rad zu wechseln, da wiedereinmal ein Stein das Gefühl hatte mit meinem Reifen Bekanntschaft zu machen. Ich flicke den defekten Reifen. Leider bringe ich das Loch aber nicht 100%tig zu. Für die Not wird es aber reichen. Ahnschliessend lasse ich nochmals etwas Luft aus den Reifen, um die Beanspruchung etwas zu minimieren. Am Mt. Beadell angekommen, ist auch mein zweiter Zusatzscheinwerfer nicht mehr da wo er sein sollte und nur noch das Kabelende hängt so vor sich hin. Trotzdem geniessen wir die wunderschöne Aussicht über die Prerie. Dann geht es weiter vorbei am Beadell Tree. Kurz nach den Mangi Rockholes machen wir halt. Währendem ich einen Reifen von Timo flicke, bemerkt er, dass die Batteriehalterung, von seiner 2ten Batterie, sich ebenfalls selbständig gemacht hat. Sogar 2 Nachfüllschrauben von der Batterie sind nicht mehr da. OK, wir versuchen alles so gut es geht zusammenzuschrauben und beschliessen an Ort und Stelle zu Übernachten. Timo kocht Spaghetti mit Bolognese Sauce und wir sitzen gemütlich beim Lagerfeuer.

25. Aug. (Mangi Rockholes) – Warakurna 313km effektive Fahrzeit 5h

Am Morgen fahre ich los und mit Hilfe meines GPS, finde ich auf Anhieb die Abzweigung nach Warburton. Via Funk weise ich Timo an die richtige Stelle. Wir haben beschlossen vom Gunbarrel runter nach Warburton zu fahren, um von da aus auf der Great Central Road nach Yulara zu fahren. In Warburton angekommen Tanken wir unsere 4WD’s auf und ich versuche nochmals meinen Reifen etwas besser zu flicken. Jedoch ohne grossen Erfolg. Timo bemerkt an seinem Wagen, dass sein Tank einen kleinen Riss hat. Seine Stossdämpfer sind total am Arsch und alle Schläge kommen direkt auf das Chassie. Auf der Weiterfahrt nach Warakurna, es ist inzwischen schon dunkel, ruft mir Timo übers Funk zu, dass einer seiner Hinterreifen sich verabschiedet hat. Woooow..... ich muss nur noch lachen, denn ich kann mir schon vorstellen, wie er vor seinem alten Reifen sitzt, der sich in 100 Teile aufgelöst hat. 5 Minuten später kann ich mir dann meine Vorstellung real betrachten. Smiiiiileeeeee. In Warakurna gibt es zur Belohnung eine Dusche und wir gehen müde zu Bett.

26. Aug. Warakurna – Curtin Springs 457km effektive Fahrzeit 5h 25min

Auf der Great Central Road geht es weiter Richtung Yulara. In Docker River machen wir einen kurzen halt um etwas kleines zu essen. An den Olgas vorbei kommen wir zur richtigen Zeit am Ayers Rock an um den Sunset zu geniessen. Danach geht es ins Yulara Resort, wo wir unser Abendessen zubereiten. Dann geht es weiter an Curtins Springs vorbei, wo wir kurz danach unser Nachtlager auf einem Rastplatz aufschlagen. 

27. Aug. Curtin Springs – Alice Springs 333km effektive Fahrzeit 3h 30min

Wir machen uns auf den Weg nach Alice Springs. Timo hat sich entschieden, dass er in Alice Springs seinen Wagen wieder auf Vordermann bringen will. Das heisst neue Reifen, neue Stossdämpfer und den Tank reparieren. Neue Reifen..... ist auch höchste Zeit, denn auf dem Weg nach Alice verabschiedet sich auch noch ein weiterer Reifen. Das heisst er hat jetzt keinen Reserven Reifen mehr. Tja, jedenfalls haben wir es geschafft und sind in 7 Tagen von Geraldton (West Coast) auf der Canning Stock Route, dem Gunbarrel Hwy und der Great Central Road in Alice Springs angekommen. Da kann ich nur sagen, WELL DONE !!! 

In den nächsten paar Tagen heisst es wiedereinmal Wäsche und Auto waschen, Internet und einen Plan aushecken.

28. Aug. Alice Springs 6km effektive Fahrzeit 17min

Es ist kaum zu glauben....... es regnet in Alice !!! Trotzdem mache ich mich auf den Weg um mein Auto wiedereinmal in Hochglanz zu bringen. OK, Hochglanz ist etwas übertrieben aber es sieht schon fasst wieder wie neu aus. Den Rest des Tages verbringen wir mit relaxen und am Abend treffen wir Nick aus Yorkshire, die wir in Exmouth kennengelernt haben. Später sitze ich vor meiner Karte und mache mir Gedanken über meine nächste Route. Mein Ursprünglicher Plan hoch nach Cairns zu fahren gefällt mir nicht mehr so gut, denn Cairns ist relativ klein und ist eigentlich nur interessant, wenn man Tauch und Schnorchelbegeistert ist. Im Süden liegt Adaleide und Melbourne .... mmmh und da wären ja noch die Simpson Desert. Ok.... um in den Süden zu fahren, könnte ich ja eigentlich die Simpsons noch von der anderen Seite durchqueren. Mmmmmh..... dieser Gedanke gefällt mir. Runter bis Mt. Dare, auf der French Line bis zur Rig Road und dann Richtung Süden direkt bis zum Birdsville Track. Die Big Red und Birdsville habe ich ja bereits gesehen. Spät in der Nacht bringe ich meinen Vorschlag bei Timo an. Evtl. möchte er ja mitkommen.

29. Aug. Alice Springs 13km effektive Fahrzeit 34min

In der Nacht mache ich mir noch ein paar weitere Gedanken über die Simpsons. Ich beschliesse heute in Alice einen neuen Reifen zu kaufen. So kann ich ohne bedenken wieder in die Wüste. Am Nachmittag mache ich mich auf den Weg um einen gleichen Reifen zu finden wie der, den ich auf dem Dach habe, welcher ja auch neu ist. So kann ich dann in Wollongong die beiden neuen Reifen auf die Hinterachse montieren und so habe ich 4 gute Reifen um den Wagen wieder zu verkaufen. Beim 2ten Reifenhändler werde ich dann auch fündig und für 185.- bin ich stolzer Besitzer eines neuen Reifens. Übrigens Timo hat sich gestern 5 neue Reifen gekauft und hat auch gleich noch seine vorderen Stossdämpfer ausgetauscht. Heute ist sein Wagen wieder beim Mech. Sie bauen den Tank aus um den Riss zu Schweissen. Tja und so wie es aussieht, wird unser 4er Trupp noch etwas länger bestehen, denn alle haben sich für den Simpson Desert entschieden. Später soll es dann über die Flinders Range runter nach Adaleide und Melbourne gehen.

30. Aug. Alice Springs  15km  effektive Fahrzeit 30min

Wir fangen mit den Vorbereitungen an und dann soll es auch schon bald losgehen.

31. Aug. Alice Springs  21km  effektive Fahrzeit 40min 

Shopping und Besuch im OldTimesMuseum.