Trip Log OZ - Sept. / Oct.

1. Sept. Alice Springs – Ruby Gap  166km  effektive Fahrzeit 3h 45min 

Timo machte sich gestern auf den Weg in Richtung West Mc Donnalds Range und Màire und ich fahren Richtung East Mc Donnalds Range. Unser Ziel heisst Ruby Gap, wo sich ein wunderschöner 4WD Track in der Ruby Gorge schlängelt. Ich muss sagen dieser Track, zumindest die letzten 5km, haben es in sich und ich stosse an die technischen Grenzen meines Nissan Patrols. Es fehlt an Bodenfreiheit und ich komme nur mit Feingeschick und allergrösster Sorgfalt bis ans Ziel. Im hintersten Winkel angekommen fickt mich ein Aussie an.... Hi, I’m a Ranger, didn’t U see the sign ?!? Da war ein Hinweisschild 150m hinter uns …..  Fahrverbot. So ein richtiges Arschloch !

2. Sept. Ruby Gap – Alice Springs  172km  effektive Fahrzeit 3h

Da wir noch Zeit haben bis wir Timo in Mt. Dare wieder treffen, entscheiden wir uns nochmals zurück nach Alice zu fahren. Ich bin mir nicht sicher ob es von Ross River eine Verbindung zum Old Anado Track gibt und in Ross River können sie uns keine Auskunft geben. Mir fällt wiedereinmal auf, dass viele Australier keine Ahnung haben sobald etwas mehr als 150km weit entfernt ist. In Arltunga machen wir noch einen halt um uns vom Ruby Gap zurück zu melden und begutachten die Antiken Überbleibsel vom Uralten Arltunga, einem alten Goldgräber Städtchen. Hier ist zu sagen das uuuuralt im Australischen Sinne etwa 100 – 120 Jahre heisst.

3. Sept. Alice Springs – Old Anado Track  226km  effektive Fahrzeit 3h 30min

Nun endlich heisst es „Goodbye Alice“. Wir fahren an Santa Teresa vorbei zum Old Anado Track, wo wir in mitten der Wüste unser Lager aufschlagen. Natürlich mit einem riesigen Lagerfeuer.

4. Sept. Old Anado Track – Mt.Dare  202km  effektive Fahrzeit 3h 35min  

Kurzer halt in Old Anado wo sich die alte legendäre Homestay befindet und dann geht es auch schon weiter nach Mt. Dare. In Mt. Dare angekommen warten Timo und Kim schon auf uns und ich bin erstaunt wie anders es aussieht. Vor 2.5 Monaten war alles Dürr und jetzt blüht alles und es ist schon fasst richtig grün. Auch das neue Pub in Mt. Dare ist fertig gestellt worden. Im TV erfahren wir, dass Steve Irwin (der Crocodile Hunter) heute von einem Stingray gestochen und an den Verletzungen gestorben ist.

5. Sept. Mt. Dare – French Line  163km  effektive Fahrzeit 3h 26min 

French Line Coordinates:  S 26° 14’ 46,4   E 136° 18’ 24,4

Auf dem Weg nach Dalhousie Springs, halten wir an einem ausgetrockneten Salzsee an. Ich kann es natürlich nicht lassen und fahre mich im Match fest. So können wir nun endlich Timos Seilwinde am Auto ausprobieren. So eine Winde ist eine suuuuper Sache, aber wirklich gebraucht hätte ich das Ding bis jetzt noch nie. In Dalhousie geniessen wir das warme Bad, welches schon fasst zu heiss ist. Die Aussentemperatur ist um einiges höher als beim letzten mal. Etwa 20km weiter halten wir an und Timo schaut sich sein Differential noch einmal genauer an. Mit entsetzen stellt er fest, dass die Holperpisten an seiner Vorderachse wieder argen Schaden zugesetzt haben. In Alice hat er die Schweissnaht zum 3ten mal erneuert, aber das Scheiss Ding will einfach nicht halten. Das Oil tropft nur noch so heraus. Ok, es heisst nun für ihn, eine Entscheidung zu treffen. Das Risiko das Auto in der Wüste stehenzulassen ist enorm gross. Dahinter steht natürlich auch ein grosser Geldverlust. Nach langem hin und her, entscheidet er sich für die sichere Variante, zurück nach Mt. Dare und von dort über Finke zum geteerten Stuart Hwy. So heisst es dann Abschied nehmen. Wir beschliessen aber uns in Melbourne nochmals zu treffen. Als Màire und ich dann Richtung French Line und Purni Bore fahren, kommt schon etwas Trauer auf. Ich freue mich jedenfalls auf die Dünen und vor allem auf die noch nicht erkundeten Tracks. So möchte ich dieses mal die Simpson auf dem nicht üblichen Weg durchqueren. Mein Plan lautet: French Line bis Colson Junction, auf dem Colson Track runter bis zur Lyne Junction von wo es dann auf der WAA Line zur Rig Road gehen soll.

6. Sept. French Line – Rig Road  235km  effektive Fahrzeit 8h 05min 

Rig Road Coordinates:  S 26° 33’ 51,1  E 137° 59’ 48,5

Heute heisst es Düne um Düne, rauf und runter. Um die verlorene Zeit von gestern etwas aufzuholen, fahre ich im dunkeln weiter. Wooooooow, das macht richtig Spass und ich bin in meinem vollen Element !!! Die WAA Line ist kaum befahren und wir treffen nur 2 Autos an. Auf der Rig Road ist schon so lange niemand mehr gefahren, dass auf den Dünen zum Teil gar kein Track mehr ersichtlich ist. Macht aber unheimlich Spass und ich empfehle jedem auf der Rig Road und der WAA Line zu fahren. Da bist du wirklich alleine unterwegs und es ist weit und breit kein Mensch. Weit und breit, heisst so in etwa einem Umkreis von 50 – 150km, je nach Route. In der Nähe eines riesigen Salzsee, welcher zur Zeit trocken ist, schlagen wir dann unser Nachlager auf.

7. Sept. Rig Road – Cooper Creek (68km südlich von Mungeranie)  346km  5h 50min 

Mt. Dare – Mungeranie  665km (laut Tacho)  verbrauchter Diesel  120 l  

Ja, wie schon gesagt, die Rig Road ist wirklich ein hervorragender Track und ich möchte hier bemerken, dass es mit dem Anhänger nicht mehr möglich ist diese Route zu befahren, da die Dünen viel zu hoch gewachsen sind. Wenn man nicht vorsichtig ist, kann man sich auch so auf einer kleinen Düne festfahren, kann sogar einem alten Hasen wie mir passieren. Nach 15min schaufeln, ist dann auch diese Hürde geschafft und wir fahren Richtung Birdsville Track. In Mungerannie angekommen gibt zur Belohnung einen Burger und eine kalte Limonade für mich.

8. Sept.CooperCreek – Parachilna Creek  338km effektive Fahrzeit 4h 40min 

Auf dem Birdsville Track geht es weiter bis nach Maree wo wir die Überbleibsel des Old Ghan Trains begutachten. Wir beschliessen bis nach Parachilna zu fahren, um morgen von dort aus die Flinders Range NP zu besichtigen. In der Gorge vom Parachilina Creek schlagen wir erneut unser Lager auf. Die letzten 3 Nächte waren eiskalt.

9. Sept. Parachilna Creek – Port Germein  321km  effektive Fahrzeit 4h 50min 

In der Nacht hat es ein wenig geregnet. Der Weg führt uns durch die Flinders Range nach Billman. Alles ist nun grün und es hat Hügel und sogar kleinere Berge. Auch die Strasse fühlt sich nun heimisch an. Viele Kurven und es geht bergauf und dann wieder bergab. Ein bisschen wie im Engadin und oder den Rocky Mountains. In Port Augusta angekommen, kaufen wir die nötigsten Sachen ein, damit wir wieder flott sind. Das Nachtlager schlagen wir kurz vor Port Germein auf. Wiederum etwas abseits der Strasse.

10. Sept. Port Germein – Adelaide  268km  effektive Fahrzeit 3h 45min 

Da der eine geflickte Reifen seit 2 Tagen Luft verliert, habe ich mich dazu entschlossen, diesen nochmals zu reparieren. Ein Roadhouse mit Pressluft, bietet mir an diesem wunderschönen Sonntagmorgen ein ideales Plätzchen. Also mache ich mich an die Arbeit und nach ca. 45min ist alles wie es sein sollte und der Reifen ist dicht. Es kann losgehen. Das Ziel heisst Adelaide und ich bin ziemlich erstaunt wie gross diese Stadt ist. Wir machen uns auf die Suche nach einer geeigneten bleibe. Ich freue mich echt auf eine Dusche, denn die letzte hatte ich am Montag.

11. Sept. Adelaide  24km  effektive Fahrzeit 52min 

Es heisst relaxen ..... waschen ..... organisieren ..... erkunden

12. Sept. Adelaide  56km  effektive Fahrzeit 1h 40 

Besuch im Military Museum, leider ist dieses aber nur am Sonntag geöffnet und somit können wir nur die grösseren Sachen ausserhalb betrachten. Ahnschliessend fahren wir zur Indoor Shooting Range. Da es aber 60 AUD für 50 Schuss und eine Lektion kostet...... ist für mich sofort klar, dass ich hier nicht schiessen werde. Jedenfalls komme ich mit dem Eigentümer ins Gespräch und wir diskutieren über IPSC und über das Australische Waffengesetz. Am späteren Nachmittag rufe ich Nicolai Gempel an. Er hat inzwischen einen Job gefunden und hat sich ein Auto gekauft. Bin ja gespannt wie lange er hier bleiben wird.

13. Sept. Adelaide – Fitzroy River (Portland)  603km  effektive Fahrzeit 7h 30min 

Wir fahren der Küste entlang Richtung Melbourne. Neben der Strasse können wir immer wieder tote Wombats sehen. Ich versuche angestrengt einen lebendigen zu sehen, leider ohne Erfolg. Am Fitzroy River fahren wir zu einer „Rest Area“ wo ich auf einem Eukalyptus Baum im Scheinwerferlicht einen Koala Bär entdecke. Woooow ! Da es schon spät ist, beschliessen wir hier unser Nachtlager aufzuschlagen.

14. Sept. Fitzroy River – Anglesea  328km  effektive Fahrzeit 5h 30min 

Am Morgen mache ich mich nochmals auf die Suche nach einem Koala und tatsächlich, ich finde nochmals einen. Ahnschliessend heisst es weiter in Richtung Melbourne. Wir fahren auf der legendären Great Ocean Road, kommen aber nur sehr langsam voran. Vorbei an der Bay of Island und den 12 Apostels. Die Strasse windet sich der Küste entlang, einfach herrlich. Am Abend kommen wir in Anglesea an, wo ich einen Abstecher auf einen Hügel mache. Ich muss am Schluss sogar noch den 4WD zuschalten, da es so steil bergaufwärts geht.

15. Sept. Anglesea – Melbourne  137km  effektive Fahrzeit 2h 10min 

Da wir schon in der Nähe von Melbourne sind, müssen wir heute nicht so weit fahren. Zuerst heisst es aber noch etwas 4WD im Otoway Nat. Park. Die haben hier tatsächlich extra für 4WD und Cross Bikes verschiedene Tracks die man befahren kann. Weiter nach Geelong und dann heisst es schon Melbourne. In Melbourne heisst es dann Internet, denn ich möchte schon mal das Auto ausschreiben. Später geht es dann per Tram auf Stadtbesichtigung.

16. Sept. Melbourne – Delegate River  487km  effektive Fahrzeit 6h 47min 

Im Naviagator finde ich in der Nähe von Melbourne eine Modeleisenbahn. Da es auf dem Weg liegt, ist für mich sofort klar, dass ich bei dieser einen kleinen Halt einplane. Schon nach einer Stunde sind wir da. Ich bin nicht sicher ob wir richtig sind, da kommt auch schon ein Aussie und fragt, ob wir etwas bestimmtes suchen. Ja klar, eine Modeleisenbahn und da sagt er auch schon, ja ja, da seit ihr richtig. Kommt nur herein. Ok, das lassen wir uns natürlich nicht 2 mal sagen und steigen aus dem Auto. Da sind ein paar ältere Herren in einer Scheune und ...... man könnte meinen, dass sie noch nie Besuch hatten. Sie erklären uns alles und lassen uns fasst nicht mehr gehen. Schlussendlich sind 2h vergangen und wir machen uns auf den Weg in Richtung Snowy Mountains. Die Strasse ist so richtig megamässig COOOL. Kurve um Kurve windet sich die zum Teil schmale Strasse durch die Berge. Es ist schon dunkel und ich kann somit besser sehen wenn ein Auto kommt. In 3h kommt aber uns aber gerade mal ein Auto entgegen. Plötzlich steht ein Wombat mitten auf der Strasse. Nein, es sind zwei. Sie (ich nehme mal an es war eine Sie) hat noch ihr kleines Baby dabei. Ich versuche schnell ein Photo zu machen..... leider ist die Mutter aber sehr Scheu und es gelingt mir nicht. Also fahren wir weiter und schon 5 Minuten später der nächste. Dieser lässt sich dann auch schön brav fotografieren. Insgesamt sehen wir etwa 6-7 Wombats. Woooow, es ist nicht einfach einen Wombat zu sehen in Australien.

17. Sept. Delegate River – Unanderra  486km  effektive Fahrzeit 6h 30min 

 

Von den Snowy Mountains, geht es weiter in Richtung Bega, wo der legendäre Australische Käse hergestellt wird. Die Gegend hier ähnelt sehr dem Schweizer Mittelland. Der Küste entlang geht es dann dem Ziel entgegen. Unanderra, wo sich ja meine Homebase befindet. John ist bereits vorinformiert und kann kaum warten bis ich komme. Ich bin schon etwas traurig. Ist doch meine Zeit hier in Australien schon bald vorbei und damit auch ein grosser Traum. Ja ja.... klar, der Traum ging in Erfüllung und ich habe das Land wirklich gesehen. Mit Ausnahme von Cape York und Cairns, bin ich ja fasst überall gewesen. Trotzdem, gibt es noch viel mehr zu sehen.

 

Hier nochmals eine Zusammenfassung der Tiere die ich in der Wildnis gesehen habe:

Wale, Delphine, div. Fische, kleine Haie, Rochen, Pferde, Camele, Dingos, Emus, Kengurus, Wallabis, Kualas, Wombats, div. Schlangen, Redback Spider, Hasen, Anakidna (Igel) und div. kleine Insekten.....

Total gefahrene Kilometer in knapp 4 Monaten:    25’000km 

Weitere Details werden folgen !!!

18. Sept. Unanderra 

Heute heisst es die verschiedenen Sachen im Internet und in der Zeitung auszuschreiben. Natürlich ist das nicht ganz gratis und ich muss meine Kreditkarte belasten. Das ganze gschieht in Mick's neuem Haus, da er dort einen Breitbandanschluss hat. Am Abend mache ich mich dann daran den Patrol zu waschen, damit er auch schön sauber ist.

19. Sept. Unanderra 

 

Heute heisst es den ganzen Tag Auto ausräumen und säubern. Ufffffff..... der verdammte Staub ist überall !!!

20. Sept. Unanderra 

Es ist nicht zu glauben, auch heute verbringen wir den ganzen Tag mit Auto vorbereiten und ich könnte locker nochmals etwa 4h daran pützeln.

21. Sept. Unanderra 

 

Gestern hatte ich nochmals einen Anruf von einem Auto Interessenten. Er hat bereits vor 2 Tagen angerufen und möchte mich heute treffen. Wie ich dann herausfinde, hatte er bereits mehrere Patrols und weiss über das Auto in jedem Detail bescheid. Das passt mir gar nicht ! Er bemerkt, dass der Tank etwas feucht ist. Das hab ich doch tatsächlich übersehen. Scheissssse !!! Er meint, dass er sich es überlegen wird und noch ein paar andere ansehen möchte. OK, für mich ist klar, das ich ihn als Käufer vergessen kann. Ich bin pissed off !!! Wieder zurück, hat sich einer per E-Mall gemolden. Ich rufe ihn an und spreche auf sein voice mall. Als er dann zurückruft, meint er, dass es sich vielversprechend anhört und möchte am Samstag kommen. Dann ruft auch noch ein etwas nicht vielversprechender an, er möchte nur so mal schauen kommen. Da es nicht mein erstes Auto ist, dass ich verkaufe, weiss ich, dass ich auch ihn abschreiben kann. Doch am späteren Nachmittag ruft mich Mark nochmals an. Er möchte heute Abend (Nacht) kommen und doch nicht erst am Samstag. Ok, abgemacht. Er kommt am Abend mit seinem Kollegen. Sie fuhren etwa 2 Stunden, was ja nicht so weit ist für Australische Verhältnisse. Beide sind 22ig und für mich potente Käufer. Nach etwa einer Stunde ist er so weit und schlägt für 8000.- zu. Ich möchte aber das UHF Funkgerät mit dem Auto loswerden und sage ihm, dass er es für 350.- Aufpreis dazu haben kann. Er zögert und ich überrede ihn ....... also für 8350.- verkaufe ich den Patrol und er nimmt ihn auch gleich mit. Ach ja, heute Nachmittag habe ich ja noch den Kühlschrank für 450.- verkauft. Damit habe ich wenigstens beim Kühlschrank 50.- vorwärts gemacht, denn beim Auto habe ich mit allen meinen Investitionen doch recht viel Verlust gemacht.

22. Sept. Unanderra 

Ich bringe die elektrische Pumpe zu K-Mart zurück, da sie ja defekt ist. Und siehe da, ohne wenn und aber bekomme ich mein Geld zurück. Das wären dann nochmals 99.-. Jetzt heisst es die nächsten paar Tage etwas Ausruhen und die Reise nach New Zealand zu planen. Ja, ich habe mich dazu entschlossen mit Màire nach New Zealand zu fliegen. Da ich schon mal in der Nähe bin, wäre es ja schade, wenn ich die Chance nicht nutzen würde. Timo ist übrigens inzwischen in Melbourne angekommen. Kim fliegt morgen von Melbourne nach Bali und von dort weiter nach Hause. Wie ich von Timo hörte, hatte er in Adelaide noch einen weiteren ungeplanten Stopp und musste seine vorderen Bremsen austauschen. Der Arme hat mit seinem Auto nicht so Glück. Evtl. fährt er noch nach Sydney, so können wir uns dann noch verabschieden.

Hier eine Zusammenfassung meiner Reisekosten: 

Auto inkl. Kosten für Reparatur, Camping und Equipment:             15'609.- 

Verlust nach Verkauf Auto, Funk, Kühlschrank:                                6'710.- 

Pro Woche bei 4 Monaten Reisezeit:                                                  420.- 

Diesel:                                                                                        ca. 5'700.- 

Total Ausgaben pro Km bei 25'000km:                                  0.50 Cent/Km     

 

Total Reisekosten bis heute:                                                          23'000.-   

 

 

 

23. Sept. Unanderra 

Das Auto ist verkauft und jetzt kann auch ich es etwas gemütlicher nehmen. Am Abend fahren wir mit John und Margaret zu Michael und Nicole. Es gibt BBQ und es sind noch weitere Freunde von ihnen da.

24. Sept. Unanderra 

Heute gibt es auch nichts spezielles zu berichten. Ausschlafen und Wäsche waschen. Zum Nachtessen gibt es heute selbstgemachte Kebabs. Später ruft mich Timo an, er ist am Nachmittag in Melbourne abgefahren. Kim hat ja am Tag zuvor Australien verlassen und deshalb hat er sich nun kurzerhand entschlossen ohne Begleitung weiter zu fahren. Er möchte über Canberra fahren und dann nach Undanderra. Ich denke er wird morgen Nachmittag hier eintreffen.

25. Sept. Unanderra 

Am Morgen habe ich etwa 10 Anrufe auf meinem Telefon und eine SMS von morgens um 4:30. Unglaublich Timo ist bereits Unanderra und ist die ganze Nacht gefahren. Ich glaube es geht ihm nicht so gut. Fünf Minuten später steht er dann auch schon vor der Tür und ja, ich hatte recht, es geht im nicht so gut. Besser gesagt, es geht ihm beschissen !!! Ich höre mir natürlich seine Story an und in jedem Satz heisst es Kim Kim Kim Kim Kim Kim...... ich beruhige ihn dann und rede ihm die Flausen aus dem Kopf ! John meint er könne diese Nacht hier schlafen, ich rede nochmals mit John und so wie es aussieht, meint er es wirklich ernst und es macht ihm für eine Nacht nichts aus. Timo hat entfernte Verwandte irgendwo in Syndey und er möchte diese anrufen. Wir suchen in seiner Mailbox nach der Tel. Nummer. Er meint, dass sie irgendwo in der Nähe eines See's wohnen ca. 1.5 Stunden von Sydney entfernt. Ja ja, so einen See hat es hier und wir können von John's Haus diesen auch wunderbar sehen. Könnte ja sein, dass seine Verwandten hier ganz in der Nähe wohnen. Wäre ja der Hammer !!! Am Abend kochen Timo und ich Spagheti (hier möchte ich noch sagen das ich echt nicht weiss wie man Spageti schreibt ! Sorry) Jedenfalls waren sie gut. In der Zwischenzeit haben wir auch die Nummer von den Verwandten ausfindig gemacht. Timo ruft sie an..... ich kanns kaum erwarten und bin so richtig Neugierig wo sie wohnen. Mhhhhhh...... es ist nicht zu glauben, sie wohnen in Oak Flats, das liegt am anderen Ende des See's und ist etwa 20 min von hier. Timo verabredet sich mit ihnen für Morgen Nachmittag.

26. Sept. Undanderra 

Am Morgen bringe ich mein Geld, dass ich vom Autoverkauf immer noch habe, zur Bank. Dann geht es los und wir fahren gemeinsam zu seinen Verwandten (Heinrich Stettin). Dank meinem Navigator finden wir die Adresse auch auf Anhieb. Ein wunderschönes riesiges Haus, direkt am Wasser. Woooooow !!!! Es gibt Café und Kuchen und wir erzählen. Heinrich hat wirklich viele Story's und ich bin total begeistert von ihm. Leider müssen wir dann schon bald gehen, da ich heute noch einen Termin beim Friseur habe. Wir möchten morgen mit Timo für 1-2 Tage nach Sydney.

27. Sept. Unanderra - Sydney      ca. 90km 

Um 10:30 kommt Timo und wir machen uns auf den Weg nach Sydney. Ich möchte am Kings Cross Car Market versuchen einen Teil meiner Camping Ausrüstung loszuwerden. Natürlich ist niemand an diesem Interessiert und wir schauen uns noch etwas die Autos an und diskutieren mit den Leuten. Hier möchte ich noch sagen...... die Preise für die Backpacker Auto's sind total überrissen und ich empfehle einen Wagen Privat zu kaufen, wenn es möglich ist. Nachdem wir in einem Backbacker Hostel ein Zimmer gebucht haben, machen wir uns auf den Weg in die City um am Darling Harbour etwas zum Essen zu finden. Ahnschliessend heisst es dann City Tour. Ich fahre mit Timo's Auto durch die Stadt und Timo und Màire steigen bei allen Hostels und Backpacker aus um den neuen Lift Offer von Timo aufzuhängen. Mit einem Spaziergang durch die Kings Cross viertel, beenden wir den Anstrengenden Tag und gehen müde zu Bett.

28. Sept. Sydney - Unanderra 

Heute hat Màire Geburtstag!!! Wir beschliessen, dass wir am Abend zurück fahren und checken aus. Zu Fuss machen wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Auf dem Weg schauen wir uns die Autos bei Auto Barn an. Die haben einen uralten Landcruiser und verkaufen diesen an die armen Backpacker für sagenhafte 9000.-, ich kann mich fasst nicht mehr erholen. Das ist eine verdammte Abzockerei! Ich möchte unbedingt ins Maritime Museum. Da hat es nämlich ein U-Boot und ein altes Kriegsschiff (Vampire). Timo möchte nicht mit auf die Boote kommen und Màire und ich machen uns alleine auf Erkundung. Mmmmh, ich muss ja hier nicht sagen, dass ich über eine Stunde brauchte um nur das U-Boot genau zu sehen. Mit der Monorail geht es dann wieder zurück. Zurück im Kings Cross und Timos 4WD, bemerkt er, dass die Telefon Nummer auf dem Lift Offer nicht stimmt. Ok, wir machen uns nochmals auf den Weg durch sie Stadt. Am Bondi Beach gibt es dann noch eine Pizza bevor wir zurück nach Unanderra fahren.

29. Sept. Unanderra - Shell Cove 

Am Morgen fahren wir mit John und Marg der Küste entlang zur Sea Cliff Bridge. Von einem Hügel haben wir eine wunderschöne Aussicht über die Küste. Es geht wieder zurück nach Wollongong. Zuerst machen wir aber noch einen kleinen Halt, um uns mit einem leckeren Hamburger etwas zu stärken. Am Abend fahren Màire und ich zu Michael und Nicole, wo wir über das Wochenende bleiben werden. Mick hat heute den neuen LCD TV bekommen. Ein Wahnsinns Teil ! Natürlich müssen wir diesen auch gleich mit einem DVD einweihen.

30. Sept. Shell Cove   

Am Nachmittag ruft mich Timo an, er ist am Bass Point fischen. Da das nur etwa 5 Minuten von Shell Cove liegt, beschliessen wir auch fischen zu gehen und Michael kommt mit uns mit. Ein anderer Fischer fängt zwei Haie. Nicht schlecht !!!

1. Okt. Shell Cove - Unanderra 

Am Nachmittag geht es dann wieder zurück nach Unanderra, wo John für alle ein 4.5kg Beef auf dem Grill zubereiten. Auch Michael mit Nicole und Kim, die Tochter von John und Marg, sind da und wir geniessen das feine Essen. Kim's Laptop funktioniert nicht richtig und ich lade die Treiber nochmals neu und siehe da, alles i.O.

2. Okt. Undanderra             

Mick ruft an und fragt, ob wir Lust haben mit ihnen an die Beach zu kommen. Wir machen uns auf den Weg. Zusammen mit Micks Freunden, George und Josch sind auch da, geniessen wir den sonnigen Tag am Beach. Ich fahre mit dem Kanu im Meer und dann gibt es auch schon feine Snacks vom BBQ. Ahnschliessend fahren wir zum Bass Point um mit Timo zu fischen. Er ist in Begleitung von Silvia, welche auf seinen Lift Offer geantwortet hat. Sie möchten am Mittwoch losfahren.

3. Okt. Undanderra 

Mit den restlichen Holzbrettern, die von meinem Autoeinbau übrig geblieben sind, möchte John im Keller ein Tisch und ein Gestell machen. Ich habe bereits die passenden Winkel gekauft und so mache ich mich an die Arbeit. Kurze Zeit später bin ich auch schon fertig und wir beschliessen auch gleich noch eine neue Lampe zu kaufen. Am Abend heisst es dann wiederum fischen am Bass Point mit Timo. Dann heisst es Abschied nehmen, denn Timo fährt morgen mit Silvia weiter der Küste entlang Richtung Brisbane. Es war eine tolle Zeit und ich werde seine Gesellschaft vermissen. Ich bin mir aber sicher, dass wir uns irgendwann wieder sehen werden.

4. Okt. Unanderra - Sydney - Unanderra

Als wir letzte Woche in Sydney waren, habe ich ein Museum gesehen, welches eine spezial Ausstellung über Dinosaurier hat. Da möchte ich heute hingehen um mir die Sache genauer anzusehen. Wir machen uns auf den Weg und besuchen das Museum. Wooow..... die Tiere waren schon sehr eindrücklich. Als wir dann aber zurück im Parkhaus sind und es 35.- kostet, ist meine gute Laune kurzzeitig vorbei. 35.- ...... mich trifft der Schlag ! Na ja, wir fahren der Küste entlang zurück wo wir bei einem Kebab Stand etwas zum Beissen kaufen. Dann geht es weiter nach Unanderra.

5. Okt. Unanderra                     

John und Marg fahren mit Màire auf Erkundungstour. Ich bleibe zu Hause und schreibe an meinem Trip Log und bereite schon mal meine 1000 Sachen für New Zealand vor.

 

 

6. Okt. Unanderra

 

 

Am Nachmittag fahren wir zu Michael wo ich im Internet noch Details für New Zealand anschaue. Im gleichen Zug gibt es noch ein update auf meiner Homepage. Michael pützelt unterdessen an seinem Truck den er verkaufen möchte. Zum Abendessen sind alle (Michael und Nicole) bei John und Marg eingeladen. Mmmmh, John macht Wiener Schnitzel....... die sind echt der Hammer und nachdem ich 3 riesige Stücke verschlungen habe, ist mir richtig übel. Na ja, das wird ja dann schon wieder besser. Die Verabschiedung von Michael und Nicole fällt schwer, denn es war immer lustig und wir hatten viel Spass miteinander.

 

 

7. Okt. Unanderra

 

 

Ich schreibe ein Mall an Judie und Steve. Ich habe die beiden im Warner Brothers Movie World kennengelernt. Sie wohnen in der nähe von Auckland und ich lasse sie wissen, dass ich bald in New Zealand sein werde. Am Abend kommt dann auch schon die Rückmeldung von Judie. Hey....... da muss ich schon sagen, die Gastfreundschaft und die Ungeklemmtheit der Leute in Australien und New Zealand..... da können die Europäer nie und nimmer mithalten. Judie schreibt, dass wir doch vorbeikommen sollen und das sie in Auckland noch einen Bruder hat und und und.......   echt, ich kann es kaum fassen und bin so sprachlos, dass ich nicht im Stande bin ihr an diesem Tag zurück zu schreiben. Den Rest des Tages verbringen wir mit vorbereiten des Gepäckes und gegen Abend, wasche ich noch Marg's Racing Car. Zum Abendessen gibt Rump Steak vom Grill. John hat es wirklich im Griff mit dem Grill mir läuft das Wasser im Mund schon wieder zusammen wenn ich an das Fleisch denke. Ich habe für John und Marg eine CD gemacht und schenke ihnen mein Garmin Navigator. Er wollte diesen unbedingt von mir abkaufen und so dachte ich, dass dies das ideale Geschenk ist. Wir machen noch ein paar Fotos zum Andenken und sitzen gemütlich auf der Veranda.

 

 

8. Okt. Unanderra - Christchurch New Zealand

 

 

Heute heisst es früh aufstehen, denn es heisst ab zum Flughafen. Um 04:30 fahren wir ab. Ich finde natürlich, dass das viel zu früh ist. John möchte aber pünktlich in Sydney sein, damit wir auch wirklich genug Zeit haben. Am Flughafen angekommen gibt es dann nur noch eine kurze Verabschiedung und wir winken John hinterher. So und jetzt beginnt die STORY !!!!!!!!!!!!!!! JOHN !!!!!!!!!!!!!!! THANK YOU VERY MUCH THAT WE ARRIVED AT THE AIRPORT SOOOOOOOOOO EARLY !!!!!!!!! WE WERE VERY LUCKY ! Ja ja…… kommen wir doch zum Check In und möchten unser Gepäck aufgeben. Da sagt doch den nette Mann am Schalter, dass wir mit unseren Daten und Visa's nicht nach New Zealand reisen können. Ich kriege fasst einen Anfall ! Stephan lautlos und geschockt. Er erklärt uns, dass wir an unserem Rückflug Tag im Januar einen direkten Weiterflug ausserhalb Australien haben müssen, da wir nicht mehr im Besitz eines Australischen Visa's sind. Ohne direkten Weiterflug/Rückflug von New Zealand via Sydney und ohne gültiges Australien Visa's, würden sie uns in New Zealand nicht reinlassen und wir würden direkt nach Hause geschickt !!! Das ist doch der Hammmmmmmer !!! Mein Rückflug in die Schweiz stimmt nicht mit dem Rückflug von New Zealand zusammen und Màire hat noch gar kein Flugticket. Er meint, wir müssten das Ticket jetzt und hier Umbuchen / Buchen, um nach New Zealand zu fliegen. Ok, ich überlege und denke, dass das ja wohl kein Sinn macht, da hier und jetzt die Flüge im Januar etwa 2500.- für einen Weg kosten. Ich frage dann den netten Mister Quantas nach seiner Meinung und ob es denn vielleicht noch einen anderen Weg gäbe. Nach langem überlegen sagt er, dass es noch eine Möglichkeit gäbe. Wir könnten hier und jetzt einen Flug von New Zealand nach Fitji oder Singapore buchen und diesen später stornieren. Ok, dass heisst wir müssten je 50.- Stornierungsgebühr zahlen. Für mich ist klar, dass ist die Lösung und wir buchen einen Quantasflug von Auckland nach Singapore (Fitji ist nicht möglich). Das Flugticket kostet 2600.- !!! und es handelt sich nicht um einen Rückflug ! Tja, Màire's komische Kreditkarte möchte diesen Betrag nicht akzeptieren und so zahle ich auch ihren Flug mit meiner supermegatollen Kreditkarte ! So eine Kreditkarte ist ja schon was gutes !!! Stephan richtig Stolz !!! Gerade noch rechtzeitig checken wir dann für unseren Flug nach Christchurch ein.

Soooooo, in Christchurch angekommen habe ich dann so richtig Hunger. Auf dem Jetstar Flug muss man nämlich um etwas zum Essen zu kriegen in den Geldbeutel greifen. Aber was, wenn da nichts drin ist ? Nachdem wir frisch gestärkt sind, entschliesse ich mich, mir die Mietautopreise einmal genauer zu betrachten. Die meisten sind so um die 50.- pro Tag. Als ich dann einen für 28 finde, beschliessen wir für 3 Tage ein Mietauto zu mieten. So kommen wir am schnellsten in die Stadt und sind zudem flexibel um auf Autosuche zu gehen. Da ich noch eine Zusatzversicherung möchte, kommt uns der Wagen für 3 Tage auf 120.-. In Christchurch kurven wir dann etwas herum und landen beim Dorset House Backpacker, einem alten hübschen Häuschen in City Nähe. Anschliessend möchte ich schon auf Auto suche gehen und  wir finden im Internet Café ein paar Aushänge. Dann heisst es Telefonkarte kaufen und es kann losgehen. Ich verabrede mich am selben Abend noch mit 3 Van Verkäufern. Der erste ist in einem Himmeltraurigen Zustand mit Automatikgetriebe, was für mich sowieso nicht in Frage kommt. Ok, er möchte auch nur 1200.- oder so. Er kann es nicht begreifen, dass ich nicht mit dem Wagen eine Probefahrt machen möchte. Als ich ihn dann endlich loswerde, kommt auch schon der 2te angefahren. Ein Ford Spectron 4WD Van. Ich schaue mir das Ding an. Neuer Motor, Batterie und Kühler, alte Bremsen und Reifen. Er will noch 3700.-. Ich verbleibe mit ihm, dass ich mich melden werde. Dann fahren wir zum 3ten Verkäufer, ein Toyota Town Ace mit Matratze und Camping Equipment. Der Van ist im Allgemeinen in einem Mittelguten Zustand. Die Lenkradschaltung passt mir aber nicht so richtig und der Motor ist voller Oil. Preis: 2600.- Müde von diesem anstrengenden Tag gehen wir ins Bett !